Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Andreas Malycha, Peter Jochen Winters

Die SED

Geschichte einer deutschen Partei

Cover: Die SED

C. H. Beck Verlag, München 2009
ISBN-10 3406592317
ISBN-13 9783406592317
Kartoniert, 480 Seiten, 16,95 EUR

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Klappentext

Mit Tabellen und grafischen Darstellungen. Die SED war die Staatspartei der DDR. An ihrer Spitze liefen die Fäden zusammen, mit denen Staat, Gesellschaft und Wirtschaft gesteuert wurden. Dennoch ist die Schlüsselrolle der Partei für die Aufrechterhaltung der Diktatur heute ein wenig in Vergessenheit geraten. Das öffentliche Interesse hat sich eher auf die Repressionsapparate, etwa das Ministerium für Staatssicherheit, konzentriert. Andreas Malycha und Peter Jochen Winters legen nun die erste Gesamtdarstellung zur Geschichte der SED vor. Dabei liegt das Hauptgewicht auf den innerparteilichen Wandlungen und Konflikten, den Machtrivalitäten und internen Führungskämpfen sowie auf den komplexen Wechselwirkungen zwischen Partei und Gesellschaft. Ebenso wie die Geschichte der SED endet auch dieses Buch nicht mit der Zäsur von 1990. Vielmehr spannen die Autoren den Bogen von der Gründung im Jahr 1946 bis zum Nachleben der SED in PDS und Linkspartei.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Malycha / Winters: "Die SED" - Leseprobe beim Beck Verlag

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.04.2010

Leo Sillner sieht in dem von Andreas Malycha und Peter Jochen Winters herausgegebenen Band eine ausgezeichnete Gesamtdarstellung zur Geschichte der SED. Einschränkend erklärt Sillner, die Beziehung zur Sowjetunion würde von den Autoren etwas zu knapp gehalten. Ansonsten aber zeigt er sich beeindruckt von einer genauen Entwicklungsdokumentation, die vor allem Machtrivalitäten und interne Führungskämpfe in den Blick nimmt. Als Geschichte der DDR taugt ihm der Band nicht zuletzt, weil die Autoren kenntnisreich und kühl die ganze Entwicklung der SED von den Anfängen, der Sehnsucht nach einer neuen Arbeiterbewegung, über diverse Führungskrisen bis hin zu Glasnost, Perestroika und dem Zusammenbruch stufenweise analysieren.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2009

Ein interessantes Autorenduo, stellt der Rezensent Karl Wilhelm Fricke erst einmal fest: Der eine, Andreas Malycha, war bis zum Ende der DDR Mitarbeiter am "Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED". Der andere, Peter Jochen Winters, langjähriger Berlin-Korrespondent der FAZ schon zu DDR-Zeiten. Für diesen Band haben sie sich die Arbeit geteilt: Malycha schildert die SED-Geschichte bis 1971, Winters setzt danach fort. Fricke lobt das Ergebnis als verlässlich und genau recherchiert und freut sich besonders, dass ohne weitere Umstände die Geschichte der SED bis in die Gegenwart der Linkspartei weiter verfolgt wird.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren