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Andrea M. Kluxen (Hrsg.)
Ästhetische Probleme der Plastik im 19. und 20. Jahrhundert
Klappentext
Mit 146 s/w-Abbildungen.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.04.2002
Die in Andrea M. Kluxens Sammelband erschienenen Aufsätze sind nach Ansicht des Rezensenten Michael Diers von recht unterschiedlicher Qualität. Diers bemängelt die starke Konzentration vieler Beiträge auf die allgemeinen "ästhetischen Probleme der Plastik". Dabei missfällt ihm vor allem, dass sich zahlreiche Autoren "in alter Tradition" vorwiegend auf formale Aspekte stürzen und zum wiederholten Male die Kunstdebatten der Zeit um 1800 und der folgenden Jahrhundertwende durchkauen. Diers rügt die Herausgeberin Andrea M. für ihre Idee, neben jüngste Beiträge ältere Aufsätze zum Wiederabdruck zu stellen - sind doch die Positionen aus den sechziger und siebziger Jahre nach Ansicht des Rezensenten längst historisch. Neben den kritischen Tönen, findet Diers aber auch lobende Worte. So entdeckt er in dem Band eine Reihe von Beispielen im Sinn einer "Öffnung des Themas und eines methodischen Voranschreitens". In diesem Zusammenhang erwähnt er insbesondere den Beitrag der Herausgeberin über "Plastisches Sehen" von Herder bis zu Adolf von Hildebrands, den Beitrag von Frank Matthias Kammel über Aufstieg, Fall und Wiederneubewertung des Gipsabgusses als Medium der Reproduktion und des Künstlerstudiums, sowie den Aufsatz von Stefanie Heckmann über mediale Aspekte im Werk von Richard Long. Ein Extra-Lob spendet der Rezensent dem "profunden" Aufsatz der Kunsthistorikern Steffi Roettgen über Canova, der "auf methodisch vorbildliche Weise" die kunsttheoretischen Vorbehalte der deutschen Klassizismus-Anhänger erläutere.
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