Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Andrea Kern

Schöne Lust

Eine Theorie der ästhetischen Erfahrung nach Kant

Cover: Schöne Lust

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN-10 3518290746
ISBN-13 9783518290743
Taschenbuch, 320 Seiten, 11,71 EUR

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Klappentext

Der zentrale Gegenstand der philosophischen Ästhetik ist nach Kant die ästhetische Lust: denn ohne sie gäbe es keine schönen Dinge. Seit Kant stehen sich nun zwei Modelle der Lust am Schönen gegenüber: Das eine versteht die ästhetische Lust als Freude an einer besonderen Erkenntnis, das andere beschreibt diese Lust als Vergnügen an einem Spiel, in dem wir gerade frei sind von Erkenntnis. Beide Modelle, das Erkentnismodell der hermeneutischen wie das Spielmodell der formalistischen Tradition, sind, so Kerns These, in einem falschen Gegensatz gefangen. Kern löst diesen Gegensatz auf, indem sie im Anschluß an Kant die Theorie der ästhetischen Erfahrung von deren entscheidendem Merkmal her entwickelt: der ästhetischen Lust.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.09.2000

Ralf Konersmann ist nicht überzeugt von diesem Buch, dem er unfreiwillige Komik attestiert. Er kritisiert, dass die Autorin eine "werkfreie Theoriediskussion" vom Zaun bricht, die sich der besprochenen Werke lediglich als Illustration der von vornherein festliegenden "ästhetischen Vorentscheidungen" bediene. Zudem stütze sie sich ausschließlich auf Kant und ignoriere neuere Forschung zur Ästhetik. Die Untersuchung ist im Kern "scholastisch", tadelt der Rezensent, den die Ergebnisse der Autorin noch dazu "wenig überraschen".

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.06.2000

Muss die „Lust am Schönen“ einfach „seziert, zerlegt, auf den Begriff gebracht werden“, fragt der Rezensent mit dem Kürzel "lx". Die Autorin dieser Dissertation, Andrea Kern, scheint - zusammen mit Kant - jedenfalls Gefallen daran gefunden zu haben. Sie untersuche zwei Strömungen der philosophischen Ästhetik: Die einen unterstreichen die Freude an der„besondere Erkenntnis“, die anderen die Faszination an der „Einbildungskraft“. Mit großer „Ausdauer“ baue die Kantanhängerin ihre Argumentation auf, was angesichts der „verschnörkelten“ Ästhetiktheorien ein Lob verdiene, meint "lx". Wohlgefallen fällt eben nicht immer leicht.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren