Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Barbara Heller und Rudolf Hermstein. Kanton 1838. Über den sagenumwobenen Perlfluss gelangen Glückssucher und Abenteurer aus aller Welt in die chinesische Hafenstadt: Für den jungen Maler Robin Chinnery ist die pulsierende Metropole der ideale Zufluchtsort, um den Heiratsplänen, die seine Mutter für ihn hat, zu entkommen. Der britische Botaniker Fitcher Penrose ist in Begleitung seiner jungen Assistentin Paulette unterwegs nach Kanton, um dort nach einer geheimnisvollen Kamelienart zu suchen, der wahre Zauberkräfte zugesprochen werden. Und der indische Kaufmann Bahram Modi erhofft sich mit der größten Ladung Opium, die er je von Kalkutta nach Kanton transportiert hat, das Geschäft seines Lebens. Es sieht so aus, als würden die Dinge gut für ihn anlaufen, denn man beruft ihn in die Kantoner Handelskammer. Doch dann beginnen die autoritätseinflößenden Mandarine den ausländischen Kaufleuten auf den Leib zu rücken, denn der chinesische Kaiser will den Handel mit Opium verbieten. Und plötzlich stehen alle Zeichen auf Krieg ...
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Amitav Ghosh: "Der rauchblaue Fluss" - Leseprobe bei Blessing
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.01.2013
Martin Kämpchen freut sich jetzt schon auf den Abschluss der mit dem vorliegenden Band fortgeführten Ibis-Trilogie. Dass Autoren wie Amitav Ghosh mit ihrem ungebrochenen realistischen Erzählen ein nostalgisches Bedürfnis in uns stillen, lässt er gerne gelten. Wem es wie Ghosh gelingt, die Eingemeindung der Sklaven in Mauritius und den Opiumhandel in Bombay in einer Geschichte derart lustvoll und detailreich zu verzahnen, den Blick des Anthropologen auf gesellschaftliche Zusammenhänge und Konstellationen mit der Fantasie des Schriftstellers so gekonnt in Einklang zu bringen, der darf das, suggeriert Kämpchen. Zwar droht der Rezensent im Wirrwarr der Handlungsstränge und Figuren mehr als einmal die Übersicht zu verlieren, die Suggestivkraft von Ghoshs Prosa und ihre sprachliche Vielfalt (Hut ab vor den Übersetzern, meint Kämpchen) hält ihn allerdings fest wie ein Supermagnet.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.12.2012
Rezensentin Sabine Vogel muss dieses "in Sprachbildern aufgepinselte Genre-Gemälde" erst einmal sortieren. Weite Teile ihrer Rezension verwendet sie darauf, das überbordende Wirrwarr an Personen und die Konstellationen, in denen diese sich bewegen, zu entknoten. Offenbar macht es der von Vogel zwar geschätzte indische Schriftsteller Amitav Ghosh seinem Lesepublikum alles andere als leicht, sich in dieser im 19. Jahrhundert in China rund um die Manöver zur Eindämmung des Opiumschmuggels situierten, an Figuren, Dingen und Bewegungen überschäumenden Geschichte zu orientieren, wie die Rezensentin auf der Suche nach dem dramaturgischen Faden mit Anzeichen von Erschöpfung schließlich einräumen muss. Allein auf weiter Flur fragt sie sich schließlich (wenn dabei auch etwas ratlos wirkend), ob nicht vielleicht gerade dies das Ziel des Romans gewesen sei.

Amitav Ghosh
Amitav Ghosh wurde 1956 in Kalkutta geboren und lebt heute in New York. Zu seinen mehrfach preisgekrönten Romanen und Sachbüchern gehören "Bengalisches Feuer oder Die Macht der Vernunft", "Schattenlinien" und ... mehr lesen
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