Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Alister McGrath

Der Atheismus-Wahn

Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus

Cover: Der Atheismus-Wahn

Gerth Medien, Asslar 2008
ISBN-10 3865912893
ISBN-13 9783865912893
Gebunden, 149 Seiten, 9,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Rabea Rentschler. Immer wieder stößt der Glaube an Gott in den Medien auf heftige Kritik. Gleichzeitig scheint der Atheismus in der westlichen Welt auf dem Vormarsch zu sein. Einer der führenden Vertreter der gegenwärtigen Atheismus-Bewegung ist Richard Dawkins. Mit seinem Buch Der Gotteswahn hat er einen weltweiten Bestseller geschrieben, der vielfach die öffentliche Meinung mitbestimmt.Doch wie ernst sollte man Richard Dawkins Thesen nehmen? Die Autoren unterziehen sie einer gründlichen Prüfung. Ist der Glaube wirklich intellektueller Unsinn? Hat die Wissenschaft Gott tatsächlich entlarvt? Wo liegen die Wurzeln des christlichen Glaubens? Ist Religion böse? Mit diesem Buch halten Sie einen kritischen Zugang zu Der Gotteswahn und dem atheistischen Fundamentalismus in Händen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 12.04.2008

Positiv überrascht zeigt sich Rezensent Robert Misik von diesem "Gottes-Pamphlet" des Oxforder Theologieprofessors. Da es nämlich auf den ersten Blick recht knallig als Antwort auf Richard Dawkins? Thesen zum "atheistischen Fundamentalismus" daherkomme, sei er zunächst skeptisch gewesen, schreibt der Rezensent. Doch Alister McGrath präsentiere sich als "bedächtiger, kluger Gläubiger", der seine Religiosität vernünftig zu begründen versuche. Ganz unpolemisch und geschickt sieht der Rezensent McGrath auch auf Dawkins? argumentative Schwachstellen reagieren und fühlt sich vom "milden Christenton", in dem das Buch verfasst ist, auch insgesamt sehr angezogen.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2008

Richard Dawkins' Buch "Der Gotteswahn" avancierte mit seinem biologisch begründeten Atheismus und den kämpferischen Attacken gegen das Christentum zum weltweiten Bestseller. Rezensent Henning Ritter begrüßt Alister McGraths Antwort. Im Gegensatz zu Dawkins' "roher Polemik" muten Ritter die Ausführungen von McGrath, seines Zeichens Biologe und anglikanischer Theologe, geradezu nobel an: Wie ein Gentleman rücke er die theologischen und religionsgeschichtlichen Irrtümer von Dawkins zurecht. Dabei hält er sich in Ritters Augen streng an die Regeln wissenschaftlicher Argumentation, wenn er versucht zu zeigen, dass religiöse Überzeugungen, sofern nicht kreationistisch und/oder fundamentalistisch, in der westlichen Kultur konfliktlos neben der Wissenschaft bestehen können. Nach einem Exkurs über Darwin rekapituliert Ritter ausführlich die Theorie der "Meme", die Dawkins einführt, um die kulturelle Evolution analog zur biologischen Evolution zu erklären - eine Theorie, die für Ritter der Komplexität der Kultur nicht gerecht wird und sogar auf deren Verflachung hinaus läuft. Ohnehin scheint ihm Dawkins "Meme"-Theorie haltlos und wird in seinen Augen zu Recht von McGrath ganz und gar verworfen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren