Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Alfred Kerr

Warum fließt der Rhein nicht durch Berlin?

Briefe eines europäischen Flaneurs. 1895 bis 1900

Cover: Warum fließt der Rhein nicht durch Berlin?

Aufbau Verlag, Berlin 1999
ISBN-10 3351028741
ISBN-13 9783351028749
Gebunden, 419 Seiten, 30,63 EUR

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Klappentext

Ein junger Mann in seinen späten Zwanzigern, gerade zugewandert aus Breslau. In Berlin bewegt er sich mit staunenswerter Freiheit, mit einer legeren Selbstverständlichkeit, die das Leben in der Metropole genießt und erkundet. Er sichtet all das Neue und hält es im Wort fest. Überall finden ja Revolutionen statt, nicht nur in der Politik, wo sich der alte Bebel und der junge Liebknecht aus der Arbeiterschaft eine Armee zurechtschmieden, sondern auch in der Kunst. Dort machen so unerhört neue Maler wie Liebermann, Lesser Ury und Baluscheck Furore.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.12.1999

Günther Rühle, seit zehn Jahren um die Edition der Schriften des Berliner Theaterkritikers Alfred Kerr bemüht, schiebt nach dem überraschend erfolggreichen Band "Wo ist Berlin?" einen zweiten Band seiner Berliner Briefe hinterher - und der ist "immer noch des Glücks genug", schreibt Dieter Hildebrandt in seiner Besprechung. Die Briefe des neuen Bandes sind überwiegend im Berliner Sommer entstandene Beschreibungen der Sauregurkenzeit, wenn die Menschen verreist und die Theater geschlossen sind: pointierte Beobachtungen des preußischen Freizeitverhaltens. Daneben stehen die "Briefe eines europäischen Flaneurs", so der Untertitel, die teilweise schon woanders veröffentlicht waren. Nicht nur, daß Kerr schon damals das Stöhnen der Bonner vorweg nahm mit seiner verblüffend aktuellen Frage "Warum fließt der Rhein nicht durch Berlin?", meint Hildebrandt, er lieferte vor allem "Ironie bis aufs Blut" - und damit sei er ganz auf der Höhe unserer Zeit.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 24.11.1999

Jörg Plath findet den Titel des Bandes zwar etwas verschmockt, aber er freut sich doch sehr, dass diese verschollen geglaubten Briefe des Kritikers und Feuilletonisten an seine Breslauer Zeitung wieder aufgetaucht sind. Der erste Band von Kerrs Briefen hatte ja einen überraschenden Erfolg bei Publikum und Kritik. "Der frühe Kerr ist oft wunderbar", schreibt Plath, auch wenn er in seinen Schilderungen der Berliner guten Gesellschaft, der Neureichen und des Theaterlebens manchmal ein bisschen selbstgefällig sei. "Niemals langweilig" sei dieses Buch, das einen Blick auf die Hauptstadt vor genau hundert Jahren wirft.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren