Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Sebastian Wohlfeil. Im alten Ägypten symbolisierte Purpur Tugend und Glauben, Caesar trug mit Vorliebe Purpurroben, die den Herrschern vorbehalten waren, der Nil als königlicher Strom leuchtet purpurfarben; Violett und Fuchsie sind die Abarten von Purpur, in der Natur ist es das Veilchen, das dem griechischen Kriegsgott Ares geweiht war, und unter den Edelsteinen der Amethyst, der das Gedächtnis stärkt, immun gegen Gifte macht und, unter dem Kopfkissen versteckt, sanfte Träume schenkt. Die Augen verführerischer Wesen wie Virginia Woolfs "Orlando", "Miss Wonderly" aus Dashiell Hammetts "Malteser Falken" oder Liz Taylor leuchten violett. Das, und alles was um uns herum, in Blüten und Pflanzen, in Mineralien und Steinen, Literatur, Kunst, ja sogar in der Musik purpur und violett aufscheint, sei es bei Boccaccio, Oscar Wilde oder im fernen mystischen Arabien, in Monets Seerosen, Tizians "irdischer Liebe", in der Musik von Jimi Hendrix oder Prince, können Sie hier entdecken.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.05.2000
Um eine Vorstellung von der Farbe Purpur zu bekommen und all den Assoziationen nachzugehen, die sie auslöst, sollte man sich das Wort - wie ein Glas burgunderroten, ins Violett gehenden Rotweins - auf der Zunge zergehen lassen, schreibt Fritz Göttler ganz genussgesättigt von diesem Band, der ebenso wie seine Vorgängerbücher über Orange und Grün und die Grundfarben "liebevoll preziös" gemacht bei der EVA Hamburg erschienen ist. Proust und Salomé, Shakespeare und die Kirche - es gibt unendlich viele Bezüge, referiert Göttler, aber dankenswerter Weise habe der Autor darauf verzichtet, diese zu ordnen, sondern sei eher seinen persönlichen Asoziationen und Erinnerungen nachgegangen. Der Rezensent, ein ehemaliger Messdiener, weiß diese zu würdigen.
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