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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Alexandar Tisma

Treue und Verrat

Roman

Cover: Treue und Verrat

Carl Hanser Verlag, München - Wien 1999
ISBN-10 3446196676
ISBN-13 9783446196674
Gebunden, 304 Seiten, 20,35 EUR

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Klappentext

Der furiose Abschluss von Tismas fünfbändigem Romanzyklus: Eine dramatische Liebesgeschichte im Novi Sad der sechziger Jahre. Sergije Rudic ist ein Ruheloser, der keinen rechten Platz im Leben findet. Während des Krieges war er im Widerstand, saß im Gefängnis, seine Geliebte wurde erschossen. Die Erfahrung, dass Treue und Verrat eng zusammengehören, bestimmt sein Leben auch nach dem Krieg. Er bekommt einen Posten als Botschaftsangestellter in Warschau, wird Opfer einer Liebesintrige und begeht im Affekt einen Mord. Aus politischem Kalkül wird die Tat vertuscht und Sergije zurück nach Novi Sad geschickt. Dort begegnet er Inge, die seine große Liebe wird - eine Deutsche, die in Novi Sad aufgewachsen ist, die Enkelin eines deutschen Juden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.04.1999

Lothar Müller widmet dem Roman eine ausführliche Besprechung, die er mit dem Rang des Autors rechtfertigt: ?Aleksandar Ti?ma hat Novi Sad in die Weltkarte der Literatur in diesem Jahrhundert eingezeichnet.? Der Roman schildere, wie sich die historischen Traumata des Zweiten Weltkriegs bei den Protagonisten bis in ihre Sexualität fortsetzen. Wie stets sei die Gegenwart bei Ti?ma ein unsicheres Gelände und ?kaum je imstande der andrängenden Vergangenheit und der unberechenbaren Zukunft ein Terrain ... abzuringen." Die Sexualität wird zum Beispiel für diese unmögliche Gegenwart, wenn sich in die ?sexuelle Idylle? Bilder früherer Vergewaltigungen einschleichen. Darum sei Ti?mas Roman auch nicht als historischer Roman im klassischen Sinne zu verstehen, sondern er gehöre in die Tradition des Desilllusionsromans.

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