Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Alejandra Pizarnik

extrana que fui / fremd die ich war

52 Gedichte. Spanisch und deutsch

teamart Verlag, Zürich 2000
ISBN-10 3908126118
ISBN-13 9783908126119
Broschiert, 168 Seiten, 19,43 EUR

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Klappentext

Übersetzt von Elisabeth Siefer. Mit Beiträgen von Enrique Molina, Olga Orozco, Octavio Paz sowie 10 Abbildungen von Dorothea Bochud.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.03.2001

Erfreut zeigt sich Rezensent Tobias Burghardt, dass langsam, aber sicher bedeutende argentinische Autoren übersetzt werden und so aus dem langen Schatten von Borges heraustreten. Nun also die "legendäre Lyrikerin" Alejandra Pizarnik. Burghardt macht besonders auf ihren jüdischen Hintergrund aufmerksam - und darauf, dass es lange Jahre verpönt war, ihn auch nur zu erwähnen. Er lobt den "wunderbaren Prolog" von Octavio Paz, der dem Band voransteht. Er erwähnt ein Pizarnik gewidmetes Gedicht einer anderen Lyrikerin und einen Essay, die in dem Band enthalten sind. Nur über Pizarniks Lyrik hat Burghardt eigentlich nichts zu sagen - außer dass sie sich, wie die argentinische Lyrik insgesamt, durch ihre "imaginative Intensität" auszeichne. Aha.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.07.2000

Gedichte, die den frühen Tod respektive Selbstmord der Lyrikerin nie vergessen lassen, findet Hans-Jürgen Schmidt. Er zitiert: ?Den Tod immer zur Seite./ Ich horche auf sein Sagen./ Nur mich höre ich?. Mit sechsundreißig Jahren nahm sich die Tochter ukrainisch-jüdischer Einwanderer in Argentinien das Leben. Der vorgebliche Dialog der Gedichte ist, so Schmidt, Selbstgespräch und Zweifel an der Sprache. Verblüfft hat ihn die Simplizität der Worte und Verse; erst aus der "Spannung der epigrammatischen Spruchform" ergibt sich die "Ausstrahlung". Ein großes Lob auch für die Übersetzerin: der "ungewöhnliche Rang" dieser Dichtung ist in Elisbeth Siefers Übertragung deutlich spürbar geblieben, schreibt Schmidt.

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Mehr Bücher aus dem Themengebiet

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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