Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Albert von Schirnding
Alphabet meines Lebens
Klappentext
Albert von Schirnding buchstabiert seine Lebensinventur und beschreibt auf außergewöhnliche Weise sein Leben. Er schildert seine erlauchten und weniger erlauchten Vorfahren, seine Jugend zwischen Alpenrand und Regensburg, seine Erfahrungen als Sekretär Ernst Jüngers, seine vielfältigen Beziehungen zur literarischen Welt, seine eigene Tätigkeit als Lehrer und Schriftsteller.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.08.2000
Walter Hinck empfindet spürbar große Sympathie für den Autor, aber emphatisch ist seine Kritik nicht gerade. Er lobt die Essays und die "profunden und sehr lesbaren ästhetisch-philosophischen Versuche", die sich ungezwungen aus dem Aufbau dieser Autobiografie ergeben: von Schirnding hat sein Leben nämlich nach dem Alphabet sortiert, von A wie Abstammung über B wie Bach bis Z wie Zuletzt. Diese Systematisierung erhöhe zwar die Genauigkeit, meint Hinck, aber sie lasse auch wenig Raum für "spontane Kühnheit". Das scheint aber ohnehin nicht Sache des Autors zu sein, von dem Hinck uns mitteilt, dass er unter dem Buchstaben L "Lesen" auflistet statt "Liebe".
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.04.2000
Von A wie Abstammung bis Z wie Zuletzt hat der Autor über sein Leben geschrieben und sich durch dieses Durchbuchstabieren, wie Hermann Wallmann meint, die Möglichkeit eröffnet, zwischen den einzelnen Kapiteln "das Genre zu wechseln". So kann er beispielsweise sprachphilosophische Betrachtungen unter dem Stichwort Griechisch neben die Erzählung von der Villa in der Kumpfmühlstraße 3 in Regensburg stellen, die der Schauplatz seiner jugendlichen Lektüre - von Dostojewskij über Flaubert zu Thomas Mann - war. Einfühlsam vollzieht Wallmann nach, was am Schluss des Buches als Lebensart ausgedrückt ist: dass der Autor auf der Suche sei nach einem Ort, "in dem Sichfinden, Sichverlieren nicht mehr zu unterscheiden sind".
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