Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Albert von Schirnding

Alphabet meines Lebens

Cover: Alphabet meines Lebens

dtv, München 2000
ISBN-10 3423242027
ISBN-13 9783423242028
Taschenbuch, 280 Seiten, 14,83 EUR

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Klappentext

Albert von Schirnding buchstabiert seine Lebensinventur und beschreibt auf außergewöhnliche Weise sein Leben. Er schildert seine erlauchten und weniger erlauchten Vorfahren, seine Jugend zwischen Alpenrand und Regensburg, seine Erfahrungen als Sekretär Ernst Jüngers, seine vielfältigen Beziehungen zur literarischen Welt, seine eigene Tätigkeit als Lehrer und Schriftsteller.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.08.2000

Walter Hinck empfindet spürbar große Sympathie für den Autor, aber emphatisch ist seine Kritik nicht gerade. Er lobt die Essays und die "profunden und sehr lesbaren ästhetisch-philosophischen Versuche", die sich ungezwungen aus dem Aufbau dieser Autobiografie ergeben: von Schirnding hat sein Leben nämlich nach dem Alphabet sortiert, von A wie Abstammung über B wie Bach bis Z wie Zuletzt. Diese Systematisierung erhöhe zwar die Genauigkeit, meint Hinck, aber sie lasse auch wenig Raum für "spontane Kühnheit". Das scheint aber ohnehin nicht Sache des Autors zu sein, von dem Hinck uns mitteilt, dass er unter dem Buchstaben L "Lesen" auflistet statt "Liebe".

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.04.2000

Von A wie Abstammung bis Z wie Zuletzt hat der Autor über sein Leben geschrieben und sich durch dieses Durchbuchstabieren, wie Hermann Wallmann meint, die Möglichkeit eröffnet, zwischen den einzelnen Kapiteln "das Genre zu wechseln". So kann er beispielsweise sprachphilosophische Betrachtungen unter dem Stichwort Griechisch neben die Erzählung von der Villa in der Kumpfmühlstraße 3 in Regensburg stellen, die der Schauplatz seiner jugendlichen Lektüre - von Dostojewskij über Flaubert zu Thomas Mann - war. Einfühlsam vollzieht Wallmann nach, was am Schluss des Buches als Lebensart ausgedrückt ist: dass der Autor auf der Suche sei nach einem Ort, "in dem Sichfinden, Sichverlieren nicht mehr zu unterscheiden sind".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren