Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Albert Schweitzer

Wir Epigonen

Kultur und Kulturstaat. Werke aus dem Nachlass

Cover: Wir Epigonen

C. H. Beck Verlag, München 2005
ISBN-10 3406527655
ISBN-13 9783406527654
Gebunden, 416 Seiten, 59,50 EUR

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Klappentext

Dieser erste kulturphilosophische Entwurf Albert Schweitzers, entstanden in der Umbruchzeit des Ersten Weltkriegs, ist ein ebenso eindrucksvolles wie erstaunliches kulturkritisches Dokument, das an Oswald Spenglers Untergang des Abendlandes denken lässt. Zur selben Zeit abgefasst wie die Vorarbeiten zu Verfall und Wiederaufbau der Kultur sowie zu Kultur und Ethik, bietet "Wir Epigonen" eine wichtige Ergänzung und Interpretationshilfe zu Schweitzers Kulturphilosophie.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Albert Schweitzers Werke - Info bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.09.2005

Eher verhalten äußert sich Heinz Dieter Kittsteiner über dieses nun vorliegende Werk aus dem Nachlass des Theologen, Philosophen, Gelehrten, Arzt und Missionars Albert Schweitzer. Das Buch, dessen Leitmotiv das Epigonentum ist, scheint dem Rezensent selbst höchst epigonal. Im Mittelpunkt steht der Niedergang der Kultur, die Gründe dafür sowie mögliche Wege aus der Krise. Dass die in alle Richtungen ausschweifenden Aufzeichnungen Schweitzers mit Oswald Spenglers "Untergang des Abendlandes" vergleichbar sein sollen, wie das Vorwort nahe legt, findet Kittsteiner "gänzlich unbegründet". In Schweizers "Wir Epigonen" könne man vielmehr in die Gedankenwerkstatt eines Theologen blicken, der die nur vermeintliche Sicherheit des Wilhelminischen Kaiserreiches durchschaut habe, vom Weltkrieg erschüttert sei und nun nach Orientierung suche. Die Originalität des Ganzen hält sich dabei nach Ansicht Kittsteinenrs freilich in Grenzen: "Ähnliches kann man auch anderswo lesen."

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.09.2005

Über diese Edition des nachgelassenen Manuskripts über den "Niedergang der europäischen Kultur" von Albert Schweitzer hat sich Friedrich Wilhelm Graf geärgert. Ausgerechnet dem Wahrhaftigkeitsfanatiker Schweitzer begegnen die Herausgeber Ulrich Körtner und Johann Zürcher mit ungenauen Editionstechniken, schimpft der Rezensent, der hier grobe "Leser-Täuschungen" anprangert. Die Herausgeber würden beispielsweise, da das Kapitel mit Schweitzers Vorstellungen über "Kulturgestaltung" in den Kolonien von der Erbin nicht zum Druck freigegeben worden ist und auch nicht einsehbar war, stattdessen einen 1927 gehaltenen Vortrag publizieren und behaupten, dass hier die Sicht Schweitzers in "neuerer, kürzerer und leichter überblickbarer Fassung" greifbar wäre. Hier weist Graf darauf hin, dass die Herausgeber das unterdrückte Kapitel ja gar nicht einsehen konnten und deshalb nicht wissen können, ob die Texte überhaupt vergleichbar sind. Des Weiteren, moniert er, wurden größere Passagen aus dem Text über "Kultur und Nichtkulturstaaten" gekürzt, was die Behauptung, es handele sich bei dem Band um ein "geschlossenes Ganzes", zumindest fraglich erscheinen lässt, wie Graf kritisch notiert.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren