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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Alan M. Dershowitz

Plädoyer für Israel

Warum die Anklagen gegen Israel aus Vorurteilen bestehen

Cover: Plädoyer für Israel

Europa Verlag, Hamburg 2005
ISBN-10 3203760266
ISBN-13 9783203760261
Gebunden, 416 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Mit einem Vorwort von Henryk M. Broder. Der USA-Anwalt Alan M. Dershowitz räumt in 32 Kapiteln mit 32 Vorurteilen gegenüber der israelischen Politik der letzten 75 Jahre auf und zeigt, dass Bigotterie und Antisemitismus hinter vielen Anschuldigungen stehen. Ohne jede einzelne politische Entscheidung der Israelis gutzuheißen, liefert Dershowitz eine fulminante Verteidigung der Existenzberechtigung Israels und des Rechtes des israelischen Staates, seine Bevölkerung vor dem Terror zu schützen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.06.2006

Thorsten Schmitz ist sich nicht sicher: Ist es Naivität oder Faulheit, die den Autor Alan M. Dershowitz bei seinem "Plädoyer für Israel" geleitet hat? Die polemische Natur des Unternehmens überzeugt ihn jedenfalls nicht. Israel als "Jude unter den Nationen" zu bezeichnen, wie es der Autor tut, findet er nur geschmacklos. Wohl weil ihm die Parteilichkeit und die Unsachlichkeit des auf Zeitungsartikeln und im Übrigen jeder Menge Subjektivität basierenden Buches so schamlos erscheinen, vermag er sich als Adressaten nur vorzustellen, wer sich in seinen schon vorhandenen (Vor-)Urteilen bestätigen lassen will.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.11.2005

Geradezu empört ist Rudolf Walther über dieses Buch, in dem der amerikanische Jurist Alan M. Dershowitz den Beweis führen will, dass die Anklagen gegen Israel auf Vorurteilen beruhen. Doch statt Behauptungen belegt und beweise erbracht sieht Walther hier allenfalls "propagandistische Rechtfertigungsgirlanden" geschwungen. Walther spricht auch von "Scharlatanerie" und "vernagelter Einseitigkeit". Nicht gelten lassen will Walther etwa Dershowitz' Behauptung, Israel habe als "einziges Land in der Geschichte der modernen Kriegsführung" keine Vergeltung gegen feindliche Städte und deren Zivilbevölkerung geüfhrt. Als "Legende" tut Walther die von Dershowitz angeführte Friedensbereitschaft des Landes ab. Und dass in der Menschenrechtsfrage an Israel andere Standards gerichtet werden als arabischen Nachbarstaaten, will Walther dann Israel selbst zugeschrieben wissen, schließlich betone das Land stets, dass es die einzige Demokratie in der Region sei.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2005

Insgesamt zufrieden ist Rezensent Wilfried von Bredow mit Alan M. Dershowitz? "Plädoyer für Israel". Allerdings hält er die Art der Darstellung für nicht besonders glücklich. Wie er berichtet, ist der Autor Rechtsanwalt von Beruf, und sein Buch so aufgebaut, als wolle er eine Jury überzeugen: Am Anfang ein "Vorwurf" an Israel, versehen mit einer Reihe von Zitaten der "Ankläger", gefolgt von der Zurückweisung des Vorwurfs unter der Überschrift "Die Realität" und dem anschließenden "Beweis". Diese Anordnung erwecke er den Eindruck übertriebener Einseitigkeit, der im übrigen durch das im Ton viel zu schrille Vorwort von Henryk M. Broder verstärkt werde. Trotz dieses Eindrucks würdigt Bredow die Ausführungen von Dershowitz im Ganzen als eine "ausgewogene und faire Darstellung des Konflikts und der darin verstrickten Parteien". Bredow hebt hervor, dass Dershowitz' Plädoyer für eine Zwei-Staaten-Lösung eine Abkehr der Palästinenser von der Forderung nach der Rückkehr mehrerer Millionen Menschen voraussetzt. "Dershowitz hat mit seinem zwar einseitigen, aber sehr bedenkenswerten Plädoyer eine Möglichkeit der Konfliktbewältigung aufgewiesen"", resümiert der Rezensent. "Es gäbe noch viel mehr zu bedenken."

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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