Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Mit einem Vorwort von Henryk M. Broder. Der USA-Anwalt Alan M. Dershowitz räumt in 32 Kapiteln mit 32 Vorurteilen gegenüber der israelischen Politik der letzten 75 Jahre auf und zeigt, dass Bigotterie und Antisemitismus hinter vielen Anschuldigungen stehen. Ohne jede einzelne politische Entscheidung der Israelis gutzuheißen, liefert Dershowitz eine fulminante Verteidigung der Existenzberechtigung Israels und des Rechtes des israelischen Staates, seine Bevölkerung vor dem Terror zu schützen.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.06.2006
Thorsten Schmitz ist sich nicht sicher: Ist es Naivität oder Faulheit, die den Autor Alan M. Dershowitz bei seinem "Plädoyer für Israel" geleitet hat? Die polemische Natur des Unternehmens überzeugt ihn jedenfalls nicht. Israel als "Jude unter den Nationen" zu bezeichnen, wie es der Autor tut, findet er nur geschmacklos. Wohl weil ihm die Parteilichkeit und die Unsachlichkeit des auf Zeitungsartikeln und im Übrigen jeder Menge Subjektivität basierenden Buches so schamlos erscheinen, vermag er sich als Adressaten nur vorzustellen, wer sich in seinen schon vorhandenen (Vor-)Urteilen bestätigen lassen will.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.11.2005
Geradezu empört ist Rudolf Walther über dieses Buch, in dem der amerikanische Jurist Alan M. Dershowitz den Beweis führen will, dass die Anklagen gegen Israel auf Vorurteilen beruhen. Doch statt Behauptungen belegt und beweise erbracht sieht Walther hier allenfalls "propagandistische Rechtfertigungsgirlanden" geschwungen. Walther spricht auch von "Scharlatanerie" und "vernagelter Einseitigkeit". Nicht gelten lassen will Walther etwa Dershowitz' Behauptung, Israel habe als "einziges Land in der Geschichte der modernen Kriegsführung" keine Vergeltung gegen feindliche Städte und deren Zivilbevölkerung geüfhrt. Als "Legende" tut Walther die von Dershowitz angeführte Friedensbereitschaft des Landes ab. Und dass in der Menschenrechtsfrage an Israel andere Standards gerichtet werden als arabischen Nachbarstaaten, will Walther dann Israel selbst zugeschrieben wissen, schließlich betone das Land stets, dass es die einzige Demokratie in der Region sei.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2005
Insgesamt zufrieden ist Rezensent Wilfried von Bredow mit Alan M. Dershowitz? "Plädoyer für Israel". Allerdings hält er die Art der Darstellung für nicht besonders glücklich. Wie er berichtet, ist der Autor Rechtsanwalt von Beruf, und sein Buch so aufgebaut, als wolle er eine Jury überzeugen: Am Anfang ein "Vorwurf" an Israel, versehen mit einer Reihe von Zitaten der "Ankläger", gefolgt von der Zurückweisung des Vorwurfs unter der Überschrift "Die Realität" und dem anschließenden "Beweis". Diese Anordnung erwecke er den Eindruck übertriebener Einseitigkeit, der im übrigen durch das im Ton viel zu schrille Vorwort von Henryk M. Broder verstärkt werde. Trotz dieses Eindrucks würdigt Bredow die Ausführungen von Dershowitz im Ganzen als eine "ausgewogene und faire Darstellung des Konflikts und der darin verstrickten Parteien". Bredow hebt hervor, dass Dershowitz' Plädoyer für eine Zwei-Staaten-Lösung eine Abkehr der Palästinenser von der Forderung nach der Rückkehr mehrerer Millionen Menschen voraussetzt. "Dershowitz hat mit seinem zwar einseitigen, aber sehr bedenkenswerten Plädoyer eine Möglichkeit der Konfliktbewältigung aufgewiesen"", resümiert der Rezensent. "Es gäbe noch viel mehr zu bedenken."
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