Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Adam Zamoyski

Chopin

Der Poet am Piano

Cover: Chopin

C. Bertelsmann Verlag, München 2010
ISBN-10 3570580156
ISBN-13 9783570580158
Gebunden, 398 Seiten, 22,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Nathalie Lemmens. Frederic Chopin ist nicht nur der berühmteste Komponist und Pianist der Romantik, er gilt auch als Inbegriff des romantischen Künstlers. In seiner exzellent geschriebenen Biografie macht Adam Zamoyski den Leser mit dem Menschen Chopin und seinem Leben bekannt: das kurze, von Krankheit geprägte Dasein, seine Kindheit, in der er in den polnischen Adelssalons auftrat, seine schillernde Karriere als Klaviervirtuose, -lehrer und innovativer Komponist in Paris, seine fast 10-jährige Liebesbeziehung zu der exaltierten Schriftstellerin George Sand. Dabei gelingt es dem Autor meisterhaft, die charakterliche Entwicklung Chopins nachzuzeichnen und ein farbiges Gesellschaftsbild des frühen 19. Jahrhunderts zu entwerfen. Und schließlich entkräftet Zamoyski auf verblüffende Weise den Mythos vom romantischsten aller Künstler.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Adam Zamoyski: Chopin - Leseprobe beim C. Bertelsmann Verlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.12.2010

Erzählerische Raffinesse darf man laut Marta Kijowska von Adam Zamoyskis Chopin-Biografie nicht erwarten, dafür pflegt der in Amerika geborene Autor, den die Rezensentin in Warschau getroffen hat, eine ausgesprochene Nüchternheit bei der Darstellung der Fakten. Bereits 1979 habe Zamoyski eine Lebensbeschreibung Chopins vorgelegt, das neue Buch ist eine erweiterte Fassung, erklärt die Rezensentin. Der Historiker hält sich kaum mit musikwissenschaftlichen oder kunsthistorischen Einordnungen auf und widmet auch der Kindheit Chopins nicht übermäßig viel Raum, weil sein Interesse, wie er betont, beim reifen Künstler Chopin liege. Auch der historische Kontext wird kaum beachtet, und so gewinnt die Biografie vor allem in der Darstellung von Chopins Leben in Paris inmitten seiner illustren Freunde an Kontur, stellt Kijowska fest. Beeindruckt zeigt sie sich von Zamoyskis leichter Hand beim Entschleiern so manches Chopin-Mythos, aber insgesamt gewinnt man den Eindruck, dass sie sich ein bisschen mehr Emphase bei der Schilderung dieses musikalischen Genies erhofft hätte.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren