Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ada Brodsky, Eldad Neumark

Nach Hause vertrieben

Geschichte einer Kindheit in Hitler-Deutschland. 2 Audio-CDs

Cover: Nach Hause vertrieben

Ölbaum Verlag, Augsburg 2000
ISBN-10 3927217395
ISBN-13 9783927217393
CD, 0 Seiten, 25,05 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

2 CDs, 140 Minuten Hörzeit.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 24.02.2000

Rolf Michaelis bespricht diese CDs zusammen mit drei anderen "Hörbüchern" zur jüdischen Geschichte: "Ach so - Gad Granach und Henryk M. Broder auf Tour" (Ölbaum Verlag), "Höret die Stimme" (Preiser/Hörsturz) und "Schuld und Unschuld" von Ivan Nagel (HörbuchHamburg).
1) Ada Brodsky/Eldad Neumark: "Nach Hause vertrieben"
"Ein wehmütiges Dokument deutscher Geistesgeschichte", schreibt Michaelis und erzählt, wie die beiden Autoren aus Deutschland vertrieben wurden - ihr Vater Herrmann Neumark aus Frankfurt an der Oder, ein Kinderarzt, hatte zu jenen Juden gehört, die nicht glauben wollten, dass die Deutschen ihnen wirklich Böses antun wollten. Begleitet wird die Erzählung nach Michaelis mit der romantischen Musik jener "Kulturnation", die Neumark so liebte.
2) "Ach so - Gad Granach und Henryk M. Broder auf Tour"
Auch der 85jährige Granach, "ein Genie ironischer Selbstdarstellung", erzähle im Gespräch mit Broder über das jüdische Leben vor der Vertreibung. Er wuchs in der "großbürgerlichen Sicherheit Berlins" auf. Aber auch über Israel wisse er Witziges und Kritisches zu sagen.
3) "Höret die Stimme"
Burgtheater-Schauspieler rezitieren Texte jüdischer Autoren. Die CD dokumentiert eine Veranstaltung von 1969. Michaelis lässt nur eine Bemerkung darüber fallen - das Pathos der Rezitationen ist ihm zuwider.
4) Ivan Nagel: "Schuld und Unschuld"
Die Rede Ivan Nagels zur Eröffnung der umstrittenen Wehrmachtsausstellung Jan Philipp Reemtsmas hat Michaelis beeindruckt. Auch wenn die Ausstellung vorerst wegen Fehlern geschlossen worden sei, so Michaelis, werde ihre These - die Verstrickung der Wehrmacht - in der neuen Version nur um so deutlicher hervortreten. "Diese Ausstellung hat Geschichte gemacht", meint Michaelis mit Nagel.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren