Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Je skrupelloser, desto erfolgreicher - ist das nicht die Maxime der "urban professionals", die den Ton angeben in Wirtschaft und Gesellschaft? Ralph Hammerthaler zeichnet in seinem Roman das Bild eines Mannes, der in frühen Jahren alles erreicht hat: Es läuft so gut, dass alles schal zu werden beginnt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 27.08.2003
Der Kapitalismus ist literaturfähig geworden, verkündet Anton Thuswaldner emphatisch und preist den Debütroman von Ralph Hammerthaler als gelungenen Abgesang auf den Kapitalismus und Verkünder des Unheils. Anders als andere Autoren seiner Generation interessiere sich Hammerthaler für mehr als das eigene ereignislose Leben. Das Leben, das der Debütant beschreibt, ist bislang alles andere als ereignis- oder erfolglos verlaufen: Hammerthalers Protagonist ist ein Erfolgs- und Machtmensch, ein Machertyp, der alle dirigiert und nie verliert. Der Preis dafür ist hoch, analysiert Thuswaldner: Weltverdrängung, Sebstisolierung sind die Folge, ein immer stärker aussetzendes Bewusstsein, das die Zerstörung von innen - nicht von außen - bringt. Der Autor mache sich diesen allmählichen inneren Kontrollverlust, diesen Auflösungsprozess perspektivisch völlig zu eigen, lobt Thuswaldner: diese "Kunst des gleitenden Übergangs" mache Hammerthaler so schnell keiner nach. Zugleich erzähle der Roman auch von der Kolonisierung des Ostens durch den Westen, die sich dem Erzähler erst als Verlierer erschließe.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 21.03.2002
Soll das ein Roman sein oder doch eher wissenschaftliche Lektüre oder beides, fragt sich Rezensentin Ulrike Winkelmann, denn Ralph Hammerthalers Roman über den "Kampf der Liebeskonzepte" wartet mit schwerem theoretischen Geschütz auf. Von Kierkegaard, Barthes bis hin zu Niklas Luhmann verbrate der Autor so ziemlich alles, was zur Theorie des Themas gehört. Folglich kristallisiert sich im Laufe der Handlung ein sehr "dialektischer" Blickwinkel auf die Liebe heraus. Da steht die abgebrühte Sicht auf die "Codes" der Liebespraxis dem unerschütterlichen Glauben an die "romantische Liebe" gegenüber. Beides scheint in Hammerthalers Buch gleichermaßen Existenzberechtigung zu behalten, so die Rezensentin. Doch die Mischung aus Prosa und Wissenschaft findet sie mehr als unglücklich und sucht intuitiv immer noch nach den "Fußnoten" im diesem Roman.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







