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Marie von Gomperz, Hugo von Hofmannsthal
Briefwechsel mit Marie von Gomperz 1892-1916
Klappentext
Mit Briefen von Nelly von Gomperz. Hrsg. v. Ulrike Tanzer. Der Briefwechsel zwischen Hugo von Hofmannsthal und Marie von Gomperz, dessen intensive Phase für die Jahre 1892/93 anzusetzen ist, erstreckt sich über den Zeitraum von April 1892 bis August 1916. Marie von Gomperz (1870-1940) gehörte einem der bedeutendsten jüdischen Verwandtschaftsverbände des Wiener Großbürgertums an, zu dem Hofmannsthal vielfältige Kontakte pflegte (vgl. die Briefwechsel Lieben und Oppenheimer). Der Briefwechsel ist nicht nur von biografischem Interesse, er spiegelt vor allem die beiden Grunddispositionen der Moderne wider, nämlich die Zergliederung der Empfindungen einerseits und die Hinwendung zum Schönen andererseits, wie sie im fiktionalen und essayistischen Werk des jungen Hofmannsthal ihre künstlerische Ausformung finden.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.03.2002
Mitten in seinen Vorbereitungen auf die Matura begann Hugo von Hofmannsthal einen Briefwechsel mit der vier Jahre älteren Marie von Gomperz, die, so jedenfalls das Urteil des Rezensent Hans-Albrecht Koch, ein "kleines Mädel war und blieb". Den Briefwechsel findet Koch dennoch "entzückend" - auch wenn nicht nur Marie, sondern auch der heutige Leser die eine oder andere "literarische Bildungsrenommage" des jungen Dichters ertragen muss. Heftig empfiehlt Hofmannsthal der Brieffreundin seine momentanen Lieblinge Nietzsche, Bourget und Amiel, dazwischen gibt es Bemerkungen zur Trigonometrie und Analytik, über denen er gerade schwitzt. Wieviel Marie von Gomper mit all dem anfangen konnte, darüber kann man nur spekulieren, meint der Rezensent, ihm aber hat es wohl gefallen.
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