Am 13. und 14. Februar 1945 wird Dresden durch alliierte Bombenangriffe zerstört, 35.000 Menschen kommen ums Leben. Mit seiner Collage aus authentischen Dokumenten gemahnt Walter Kempowski an diese traumatische kollektive Erfahrung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.03.2002
"Und nun noch einmal Dresden?", zitiert Volker Breidecker Walter Kempowski und gibt die Frage an den Leser seiner Besprechung weiter. Denn ganz verstehen mag der Rezensent nicht, warum der Autor, mit "einer Obsession für die Magie von Daten und Zahlen", ein weiteres Mal die Zerstörung der Stadt zum Thema eines Buchs macht, hatte er doch 1999 mit dem "Echolot" ein Mammutwerk darüber abgefasst. Kempowski verorte einen größeren Zusammenhang, das Bombardement auf Afghanistan, für sein Anliegen. Aber darüber, beschwert sich der Rezensent, erfährt der Leser leider nichts Näheres. Der Autor wolle wohl Wind säen und Sturm ernten, nur, fragt sich ein ratloser Breidecker, warum nicht gleich die Sturmbotschaft verkünden. Antworten hinter vorgehaltenen Händen oder an den Stammtischen der Nation sei er zumindest leid, meint Breidecker.
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