Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Alexander Kluge, Oskar Negt
Der unterschätzte Mensch
Gemeinsame Philosophie in zwei Bänden
Zweitausendeins Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN-10 3861504278
ISBN-13 9783861504276
, 2264 Seiten, 50,00 EUR
Klappentext
Mit über 500 Fotos und Zeichnungen. Der erste Band enthält 1. Suchbegriffe (Erstausgabe). 26 erstmalig als Buch publizierte Gespräche. Alexander Kluge diskutiert mit Oskar Negt, was unmittelbar und aktuell, jetzt am Beginn des 21. Jahrhunderts, interessiert. Außerdem: "Öffentlichkeit und Erfahrung", der seit 10 Jahren vergriffene Klassiker und "Die Maßverhältnisse des Politischen", vollständig umgearbeitete, erweiterte und aktualisierte Ausgabe. Der zweite Band enthält "Geschichte und Eigensinn", ungekürzte Originalausgabe.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.06.2002
Wem nach der Theorie einer politischen Ökonomie a la "Empire" der Sinn steht nach einer Theorie der politischen Kreativität, dem möchte Micha Brumlik diesen voluminösen, "bestens ausgestatteten, reich bebilderten" Doppelband ans Herz legen. Bei den beiden "ebenso eigentümlichen wie eigensinnigen und daher sehr deutschen Denkern" Kluge und Negt, sollte der Leser fündig werden. Das Projekt (aus im wesentlichen bereits publiziertem Material) bezeichnet Brumlik als "Vademekum", zu dem man immer wieder greifen kann. Ein Buch in der Tradition der Sinnierer und Tüftler, mit dem Humor eines Jean Paul, der Beharrlichkeit eines Sigmund Freud, dem Rezeptionshunger von Karl Marx und dem Grübeln Kleists. Zudem, erklärt Brumlik, ergänzten sich die Fähigkeiten des argumentierenden Philosophen Negt und des filmenden Philosophen Kluge aufs beste. Ob sie den Argonauten folgen und im Gegenzug zum maritimen Mythos der Griechen den "deutschen Mythos von Haus, Hof und Acker" entdecken oder den "Krieg als Arbeit" explizieren - die Bilder illustrieren die These. Oder sie ersetzen sie, wie im Fall des angehängten Kapitels über die Anschläge vom 11. September. "Postmodern" nennt Brumlik dieses Vorgehen, postmodern ein Werk, das in seiner typografischen Gestaltung und Illustration, "beinahe im Sinn eines Hypertextes", einer "kaum noch kontrollierbaren multimedialen Benutzeroberfläche" gleicht. Unterhaltsam sei das und auch ein wenig gefährlich, insofern als nur derjenige erfahre, "ob der theoretische Faden, der durch das Theorielabyrinth führt, wirklich von Karl Marx oder nicht doch von Carl Schmitt stammt", der sich dem Labyrinth aussetze.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.03.2002
Der Rezensent Lothar Kurzawa zeigt sich schwer beeindruckt von den beiden Bänden "Der unterschätzte Mensch", einem Konvolut von mehr als zweitausend Seiten. Es enthält alle gemeinsamen Schriften des Philosophen Oskar Negt und des Filmemacher und Literaten Alexander Kluge, die seit über dreißig Jahren eine produktive Arbeitsgemeinschaft verbindet. Nicht nur die Texte, in denen sich Kluge und Negt mit den Großen der Philosophie (vor allem Kant, Hegel, Marx) befassen, sondern auch die Texte zur Literatur, Politik, Geschichte und Anthropologie sind dem Rezensent zufolge "in einer tieferen Weise philosophisch, als sie zunächst vermuten lassen". Als roten Faden, der sich durch alle Texte zieht, macht Kurzawa, die Frage nach dem Politischen aus, genauer "nach jenem ursprünglich Politischen, das unterhalb der großen Politik seine Bahnen zieht". Ein Höhepunkt stellt für Kurzawa eine von Kluge für Negt verfasste Geburtstagsrede dar. Sie gibt Einblick in die unterschiedlichen Arbeitstechniken, Denkstile und Temperamente der beiden Autoren gibt und markiert zugleich den sympathischen Grundzug ihres gemeinsamen Philosophierens: eine Haltung, "zu der Geduld, Hingabe und ein Urvertrauen in die Rede des anderen gehört".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen






