Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Klappentext
Liebe ich ihn, liebe ich ihn nicht, liebe ich ihn...? Diese Frage stellt sich die Ich-Erzählerin in ihren Tagebuch häufiger, genau ein Jahr lang. Aber Max, der Geliebte, macht sich zeitweise rar und nimmt es mit der Treue nicht so genau. Dann ist da die Affäre der Erzählerin mit dem Blonden, der sportlich und braungebrannt ist und von Max nichts weiß, der gute Freund Lieberlein, der gegenwärtig nur als lieberlein@hotmail.com existiert, weil er in Israel ist und dort studiert. Auch als sie und Max in Frankreich Urlaub machen, bleibt die Unentschiedenheit. Mit Max, ohne Max, mit ohne Max. Aber eigentlich hat sich die Erzählerin doch entschieden...
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.08.2002
Angenehm überrascht ist der Rezensent Michael Schmitt von dieser Beschreibung der Wirrnisse einer jungen Frau, die sich nicht für und nicht gegen ihren Freund entscheiden kann (und will) und diesen Zustand über ein Jahr lang mit wöchentlichen Tagebucheintragungen dokumentiert. Zunächst hatte Schmitt Sorgen, dass "die artifizielle Erzählstruktur", "der fast mechanisch streng gewahrte Tagebuchduktus" der Erzählung mehr schadet als nützt, doch diese Befürchtung bestätigt sich nicht. Beim Lesen entsteht "ein eigenartiger Sog", gesteht der Rezensent, der diese "Miniaturen der Traurigkeit, eindringlich und komisch zugleich" findet. Dabei halte die Erzählerin eine wohltuende Distanz zu sich selbst. Erst am Ende, an dem Punkt, auf den der kurze Roman dramaturgisch hinarbeitet, kommen "so etwas wie echte Gefühle" zum Vorschein. Damit hält die Autorin eine angenehme Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Ironie, vor dem Hintergrund, den Schmitt als eigentliches Leitmotiv ihrer Erzählung ausmacht: "Eigentlich geht es von Beginn an nur darum, ob sie überhaupt irgendwem - etwa auch sich selbst - nahe stehen kann und will."
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.08.2002
"In ihrem ersten, schmalen Buch schafft Sandra Hoffmann eine poetische Atmosphäre, die in ihren besten Momenten an die Filme von Eric Rohmer und Alain Resnais erinnert", schwärmt der Rezensent mit dem Kürzel "krt". Erzählt wird eigentlich eine "ziemlich normale Geschichte" über Liebe, Eifersucht, Freiheit, Sehnsucht und die wohlbekannten "weichen Knie", die "krt" vor allem wegen ihrer "feinen Sprache", ihrem "impressionistischen Gestus" und ihrem gleichermaßen "naiven" wie "bösen Märchenton" fasziniert. Das, was die Autorin hier in Form eines Tagebuchs festhält, die Liebe der Protagonistin Rosa zu dem "launischen" Max, ihre Schwärmerei für einen "braun gebrannten Blonden" und ihre Freundschaft zu einem Sanitäter in Israel, lässt selbst Durchgemachtes wiederaufleben, verspricht der Rezensent. Und wer lasse nicht gern mal wieder Träume wachwerden, seufzt "krt".
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Archiv: Bücherschauen
So viel Beinstumpf und Prothese war nie
13.03.2010: Die taz feiert Georg Kleins farbstrotzende Horrorgeschichte "Roman unserer Kindheit" (Leseprobe). Die FAZ hört fasziniert zu, wie Joseph Roths Franz Tunda sich auf seiner "Flucht ohne Ende" von Busen zu Busen hangelt. Die FR betrachtet schaudernd einen Comic über die Giftmörderin Gesche Gottfried, "Gift" von Barbara Yelin und Peer Meter. Die NZZ lässt sich mit Vergnügen von Kurt Flasch in Meister Eckharts Philosophie des Christentums einführen. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Francois Walter: Katastrophen
15.03.2010: Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen".
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Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst
11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen
Necla Kelek: Himmelsreise
08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen


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