Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Ausgewählt und aus dem Arabischen übersetzt von Hartmut Fähndrich. Mit 32 Farbfotos von Alain Sebe. Grosse Gedanken in einen kleinen Satz zu packen, eine potentiell ausführliche Erörterung in wenige Worte zusammenzufassen - das ist die Kunst des Aphorismus. Es ist eine Kunst, in der sich Ibrahim al-Koni, der Autor aus der Sahara, für den die Wüste die Welt ist und die Welt sich aus Gegensätzen aufbaut, seit Jahren übt. Inzwischen hat er neun Bände mit Aphorismen veröffentlicht. Der ist illustriert mit farbigen Fotos des französischen Fotografen Alain Sebe, der mehrere Bildbände über die Sahara und die Kultur der Tuareg publiziert hat.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.04.2002
Nach der "ersten Salve apodiktischer Wahrheiten" über den Gegensatz zwischen Zivilisation und Natur, Stadtleben und der "Oase der Ewigkeit", der Wüste, wird der Leser sich "pikiert" fragen, ob Ibrahim al-Konis "kurze Weisheiten" über die Wüste, in der er selbst aufgewachsen ist, gerade mal der "Rousseaunismus eines reizüberfluteten Stadtmigranten" - al-Koni lebte zeitweise in Moskau und heute in der Schweiz - seien, orakelt Ludwig Ammann. Doch dem "Sog" dieser "spirituellen Naturschau" könne man sich nicht entziehen, ist der Rezensent überzeugt und schwärmt wie der Autor für das ergreifende Schauspiel einsamer Wüstenlandschaften. Verstärkt würden diese Eindrücke auch durch die "überwältigend schönen" Wüstenaufnahmen von Alain und Berny Sèbes, die den Band ergänzten, so Ammann.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.02.2002
Ganz gnädig räumt Stefan Weidner ein, man solle außer Gaddafi noch mindestens einen weiteren Libyer kennen, und zwar den 1948 in der Sahara geborenen Tuareg Ibrahim al-Koni, den der Rezensent zu den "Großen" der arabischen Literatur zählt. Dessen Gesamtwerk, rund vierzig Romane, Kurzgeschichten und Aphorismen, kreist, weiß Weidner, stets um "die grenzenlose Hingabe" des Menschen an die Natur. So auch im vorliegenden Band, ein "kleiner Querschnitt" aus dem zehn Bände umfassenden aphoristischen Werk, der ergänzt wird mit "wunderschönen" Fotos des Wüstenfotografen Alain Sèbe, berichtet Weidner. Die findet der Rezensent allerdings verglichen mit den Texten al-Konis zu schön, denn was dort vorherrsche, sei die Verbannung des Menschlichen aus der Natur: Vielmehr werde die Natur anthropomorphisiert und über den Menschen gestellt. Einen epischen Resonanzraum dürfe der Leser hier nicht erwarten, so Weidner. Dafür aber geben die Aphorismen, meint der Rezensent, einen "Vorgeschmack" und eine "Deutungshilfe" für das epische Werk des Schriftstellers.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







