Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ibrahim al-Koni

Schlafloses Auge

Aphorismen aus der Sahara

Cover: Schlafloses Auge

Lenos Verlag, Basel 2001
ISBN-10 3857873205
ISBN-13 9783857873201
Gebunden, 144 Seiten, 18,90 EUR

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Klappentext

Ausgewählt und aus dem Arabischen übersetzt von Hartmut Fähndrich. Mit 32 Farbfotos von Alain Sebe. Grosse Gedanken in einen kleinen Satz zu packen, eine potentiell ausführliche Erörterung in wenige Worte zusammenzufassen - das ist die Kunst des Aphorismus. Es ist eine Kunst, in der sich Ibrahim al-Koni, der Autor aus der Sahara, für den die Wüste die Welt ist und die Welt sich aus Gegensätzen aufbaut, seit Jahren übt. Inzwischen hat er neun Bände mit Aphorismen veröffentlicht. Der ist illustriert mit farbigen Fotos des französischen Fotografen Alain Sebe, der mehrere Bildbände über die Sahara und die Kultur der Tuareg publiziert hat.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.04.2002

Nach der "ersten Salve apodiktischer Wahrheiten" über den Gegensatz zwischen Zivilisation und Natur, Stadtleben und der "Oase der Ewigkeit", der Wüste, wird der Leser sich "pikiert" fragen, ob Ibrahim al-Konis "kurze Weisheiten" über die Wüste, in der er selbst aufgewachsen ist, gerade mal der "Rousseaunismus eines reizüberfluteten Stadtmigranten" - al-Koni lebte zeitweise in Moskau und heute in der Schweiz - seien, orakelt Ludwig Ammann. Doch dem "Sog" dieser "spirituellen Naturschau" könne man sich nicht entziehen, ist der Rezensent überzeugt und schwärmt wie der Autor für das ergreifende Schauspiel einsamer Wüstenlandschaften. Verstärkt würden diese Eindrücke auch durch die "überwältigend schönen" Wüstenaufnahmen von Alain und Berny Sèbes, die den Band ergänzten, so Ammann.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.02.2002

Ganz gnädig räumt Stefan Weidner ein, man solle außer Gaddafi noch mindestens einen weiteren Libyer kennen, und zwar den 1948 in der Sahara geborenen Tuareg Ibrahim al-Koni, den der Rezensent zu den "Großen" der arabischen Literatur zählt. Dessen Gesamtwerk, rund vierzig Romane, Kurzgeschichten und Aphorismen, kreist, weiß Weidner, stets um "die grenzenlose Hingabe" des Menschen an die Natur. So auch im vorliegenden Band, ein "kleiner Querschnitt" aus dem zehn Bände umfassenden aphoristischen Werk, der ergänzt wird mit "wunderschönen" Fotos des Wüstenfotografen Alain Sèbe, berichtet Weidner. Die findet der Rezensent allerdings verglichen mit den Texten al-Konis zu schön, denn was dort vorherrsche, sei die Verbannung des Menschlichen aus der Natur: Vielmehr werde die Natur anthropomorphisiert und über den Menschen gestellt. Einen epischen Resonanzraum dürfe der Leser hier nicht erwarten, so Weidner. Dafür aber geben die Aphorismen, meint der Rezensent, einen "Vorgeschmack" und eine "Deutungshilfe" für das epische Werk des Schriftstellers.

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Archiv: Bücherschauen

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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