Konrad Heidkamp stellt ein Hörbuch vor, zu dessen Genuss er allerdings auch das gleichnamige Buch empfiehlt. In seinen Erzählungen, die auf der CD gekürzt sind, beschreibt der 90-jährige Fritz Kalmar laut Heidkamp "verschiedene Arten, ... das Exil zu leben". Nach Südamerika musste Kalmar emigrieren, als er 1938 feststellte, dass sein"Blut den neuen Anforderungen nicht entsprach". Dabei erzähle der Autor nicht von Schriftstellern oder "Großbürgern", die in die Fremde auswanderten, sondern von "einfachen Menschen", berichtet der Rezensent. Wenn der Autor etwa von einer Familie Specht aus Peru berichtet, die mit "37 spanischen Wörtern" zurück nach Deutschland kehre, so geschieht dies laut Heidkamp in "Hochdeutsch gefärbtem Wiener Ton". Insgesamt sei der Tonfall der Erzählungen wie der "höflichen, nagsamen Stimme" frei von jeder Sentimentalität, lobt der Rezensent.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…