Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
"Stellen Sie sich einen Reisenden vor, gehen Sie zu irgendeinem Bahnhof, suchen Sie sich jemanden Beliebiges aus und folgen Sie ihm dann. Vielleicht dreht er sich plötzlich um und gibt Ihnen als altem Bekannten die Hand - da gilt unbedingte Vorsicht! Denn dieses ist kein Reiseführer..."
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.07.2000
Über die Handlung des Romans erfährt man in Stephan Krass` Rezension zwar wenig (außer, dass es sich um eine Detektivgeschichte handelt, in der ein Mann mit Koffer in New York wortwörtlich in den Untergrund geht und dort in der Kanalisation auf eine Musikkultur ganz eigener Art trifft). Aber dennoch (oder gerade deswegen) gelingt es dem Rezensenten, den Leser neugierig zu machen. Krass betont die Gegensätze zwischen dem fassadenhaften oberirdischen Leben und der lebendigen Unterwelt. Dabei gefällt ihm, dass Herbst dies nicht pathetisch verbrämt, sondern vor allem mit großer Ironie beschreibt. Der Autor spiele dabei nicht nur mit Identitäten (so erschießt der Protagonist des Romans beispielsweise den Erzähler, um dessen Rolle einzunehmen), sondern bediene sich an zahlreichen "Zitaten und Versatzstücken, Stilelementen und Handlungsstandards (...), die die Medienkultur in den letzten hundert Jahren" entwickelt habe. Zwar schießt der Autor mit seiner "Lust am Fabulieren" bisweilen über das Ziel hinaus, wie der Rezensent feststellt. Der Qualität der Geschichte scheint dies seiner Ansicht nach jedoch nur wenig zu schaden.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 23.03.2000
Katharina Döbler zeigt sich überrascht, denn der Autor von "Anderswelt" und "Wolpertinger" hat ausnahmsweise einen schmalen Band von nur 145 Seiten vorgelegt und das bei einem großen Thema: New York. Woraus man aber nicht schließen sollte, so Döbler, daß der Autor "Bescheidenheit und kleine Brötchen backen gelernt hätte".Und woraus man nicht schließen sollte, daß Döbler den Roman nicht mochte. Gefallen hat ihr nämlich das raffinierte Spiel mit den Erzähler-Identitäten, die "unbekümmerte Direktheit" der Herbstschen Sprache, der kluge Umgang mit Trivialmythen und das Bekenntnis zum Pathos, das sich in einem furiosen Finale in der Tiefe Manhattans die Vision eines aller sozialen Gegensätze enthobenen Augenblicks leiste.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







