Der Aargauer Historiker Willi Gautschi ist vor allem durch seine Arbeiten zur Schweizer Geschichte bekannt geworden. Nun aber wendet sich Gautschis Blick der Weltgeschichte und den Grundfragen der Historie zu. Er denkt über das Wesen der Geschichte und die verschiedenen wissenschaftlichen Zugänge zu ihr nach, reflektiert über den Aufstieg und Niedergang von Staaten, über Masse und Führertum, Konstanten und Variablen des historischen Prozesses. Er analysiert die postindustrielle Gesellschaft der Gegenwart und die Macht der Medien, befasst sich mit der atomaren Frage und dem Griff nach den Sternen...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.12.2001
Von der Übschrift der Abhandlung des "renommierten" Aargauer Historikers Willi Gautschi darf sich der Leser nicht irritieren lassen, warnt Rezensent Alfred Cattani. Zwar gehe es darin um Macht und Mythos der Geschichte, doch sei der Autor eher darauf hinaus, den Sinn und in der Geschichte wirkende Kräfte zu analysieren. Manchmal schreibt er "dozierend" und "präzeptoral", doch mindert das keineswegs des "bestechenden" Eindruck, den dieses Werk beim Rezensenten hinterlassen hat. Der Aufbau sei klar, die Sprache verständlich und Gautschi habe den Mut, eine eigene Meinung zu vertreten. Geschichte werde hier unter verschiedenen Aspekten wie Staatsraison, Klassenkampf, Fortschritt, Aufstieg und Niedergang von Staaten untersucht. Jedes Kapitel sollte für sich gelesen werden, lautet die Empfehlung des Autors und auch die des Rezensenten. Das Buch ist als Alterswerk von Gautschi ein wertvolles Vermächtnis, resümiert Cattani.
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