Bücherschau der Woche
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Klappentext
Aus dem Englischen von Wolfgang Hensel. Mit ca. 400 Abbildungen. Die Landschaftsarchitektur ist eines der innovativsten Gebiete modernen Designs. Ob in privaten Gärten oder auf öffentlichen Flächen - die Verwendung origineller, auch synthetischer Materialien, ungewöhnlicher Pflanzen und überraschend neuer Formen bietet eine Alternative zur herkömmlichen Gestaltung von Außenräumen. Jane Amidon beschreibt innovative Ansätze und Möglichkeiten anhand neuester Projekte von Designern und Architekten aus aller Welt. Kurze Texte informieren über die den ungewöhnlichen Konzepten zugrunde liegenden Themen und ihre Umsetzung; Fotos und Zeichnungen bieten eine Fülle von Informationen und Anregungen für Landschaftsarchitekten, Architekten und für alle, denen Landschaftsgestaltung am Herzen liegt.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.12.2001
Wonach dürsten Stadtmenschen? Susanne Meyer bespricht mehrere Bände über Landschaftsarchitektur, die sich um eine Antwort bemühen.
1) Jane Amidon: "Landschaftsdesign"
Der schönste der fünf besprochenen Bände ist für Susanne Mayer dieser Band von Jane Amidon, einer amerikanischen Designerin, die in Colorado lebt, sich aber einen kosmopolitischen Blick bewahrt hat und diesen mit "akademischer Tiefe" ergründet, wie Mayer schreibt. Es geht um "Konzepte der Freiraumgestaltung" - das kann ebenso der eigene Garten sein wie die städtische Umgebung, ein Verkehrsknotenpunkt, Bauten, Konstruktionen oder Gegenden, die gemeinhin als hässlich oder öde gelten wie die Peripherie. Denn Amidon, erzählt Mayer, geht es nicht um das Kaschieren oder Ausgleichen des Naturverlustes, sondern um "die Kultivierung eines Blicks auf Lebensverhältnisse" - und da lässt sich kreativ und künstlerisch ansetzen.
2) Thies Schröder: "Inszenierte Naturen"
Als direkte Anschlusslektüre bietet sich für Mayer der Band von Thies Schröder an, der 15 europäische Architekturbüros porträtiert, ihre Konzepte analysiert und ihre Projekte vorstellt. "Eindringliche Meditationen von ... Urbanität und Moderne, Mobilität und Identität von Orten" seien die einzelnen Kapitel. Vorbildlich, so Mayer.
3) Hans Stimmann (Hrsg.): "Neue Gartenkunst in Berlin"
Einige dieser Großprojekte seien auch in dem prächtigen Band über neue Gartenarchitektur in Berlin enthalten, leitet sie zu dem nächsten Band über, der vor allem durch seine Photos positiv auffällt. Wenigstens in den Gärten der neuen Hauptstadt, wenn schon nicht am Potsdamer Platz, ist etwas aufgeblüht, nämlich "Witz und Wagemut", vermittelt uns Mayer.
4) "Landschafts- und Gartenarchitekten und ihre Kreationen"
Weniger gefallen hat Mayer der vierte Band in einer ehrgeizigen Reihe über die europäische Landschaft - betreut von einem belgischen Verlag. Der vorliegende Band über Deutschland ist Mayer zu problembeladen: verschandelte Landschaft, verkümmerte oder verwahrloste Gärten - das Kopfschütteln des Herausgebers Schmid konstatiert für Mayer höchstens einen status quo, beinhaltet keine neuen Ansätze und hat keinen Blick für verborgene Schönheit. Hinzu kommt die visuelle Aufmachung: viel Buntes, viele aneinandergereihte Fotos, denen es an Abstand fehle. Man sollte aber keine Rückschlüsse auf die Vorläuferbände über Belgien und die Niederlande ziehen, warnt Mayer, die seien wunderschön gewesen.
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Uangenehm plausibel
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