Gabrielle Alioth

Das magische Licht

Abenteuer in der irischen Sagenwelt. (Ab 12 Jahre)
Cover: Das magische Licht
Nagel und Kimche Verlag, Zürich 2001
ISBN 9783312009169
Gebunden, 184 Seiten, 12,78 EUR

Klappentext

Mit acht Jahren verlässt Set den Hof seiner Eltern, um bei Scathach, der Schattenhaften, die Künste der Krieger zu lernen. Nach vier Jahren Lehrzeit schickt sie ihn wie alle auserwählten Schüler vor ihm auf die schwimmende Insel, von der einige nie zurückkehren. Da steht auf einmal Georgina vor ihm, in ihrem orangefarbenen Bademantel, und wundert sich, wie sie aus ihrem Zimmer in diese fremde Welt geraten ist. Sie sind aufeinander angewiesen und versuchen sie die Prüfung, die Set von Scathach aufgetragen wurde, zu bestehen. Aber auf der Insel ist nichts, wie es scheint. Um den Zauber zu bannen, müssen sie Magnel, die Welt der Götter, durchqueren. Mit einem "Who is who in der irischen Mythologie".

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.01.2002

Ein fantastischer Jugendroman, der laut Rezensent "tin" in die irische Sagenwelt führt. Das Besondere an dem Roman sei, dass er zunächst zwei Handlungsstränge parallel laufen lasse und später verquicke, schreibt "tin". Der eine ist vollkommen realistisch und handelt von Georgina, einem dreizehnjährigen Mädchen von hier und heute, das irgendwann auf seltsame Weise auf die irische Insel und in ein vergangenes Jahrhundert gerät. Der zweite Handlungsstrang ist in der phantastischen Sagenwelt Irlands angesiedelt, in der Set, Sohn eines irischen Lichtgottes, lebt. Die beiden Jugendlichen lernen einander kennen und vor allem lernen sie, meint "tin", dass sie voneinander über die jeweilige Lebenswelt des anderen etwas lernen können und über die Unterschiede hinweg einiges gemeinsam haben. Gelegentlich wirkt die Erzählung etwas gebremst, lautet der einzige Einwand des Rezensenten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.12.2001

Sigi Seuss scheint von diesem Jugendbuch komplett in den Bann geschlagen worden zu sein, als er der kleinen Heldin in die irische Sagenwelt gefolgt ist. Die Autorin sei glücklicherweise nicht der Versuchung erlegen, bei diesem Thema schulmeisterlich oder esoterisch entrückt vorzugehen. Die Botschaften der Mythologie seien geschickt und unprätentiös in eine "pfiffige Handlung" verpackt, und alle Sach- und Begriffsfragen würden in einem ausführlichen Glossar geklärt, lobt der Rezensent. Einem Ausflug ins Kinderzimmer oder in die Welt der Phantasie stünde somit nichts im Wege, und dies scheint nach Ansicht des Rezensenten für die großen und kleinen Leser dieses Buches zu gelten.
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