Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Giuseppe Ungaretti
Ein Menschenleben. Giuseppe Ungaretti Werkausgabe in 6 Bänden
Band 4: Die Wüste und weiter. Reiseprosa 1931-46
Klappentext
Herausgegeben und aus dem Italienischen übersetzt von Angelika Baader und Michael von Killisch-Horn. Die zwischen 1931 und 1934 für die "Gazzetta del Popolo" geschriebenen Reiseberichte befassen sich neben dem Land Ägypten, in dem Ungaretti aufwuchs, mit Korsika, Süditalien, Apulien, der Poebene und den Lagunen seines Deltas, Flandern, Holland u.a. Diese vollständigste aller bisher erschienenen Ausgaben enthält auch diejenigen Reiseskizzen, die nicht in die italienische Ausgabe von 1961 aufgenommen oder in der Zeitung veröffentlicht wurden. In ihrem Nachwort geht Angelika Baader auf "Reflexe und Verdunklungen: Poetisches und Politisches in Ungarettis Reiseberichten" ein. Im Anhang findet sich ein Stellenkommentar zu Dialektwendungen, Namen, Mehrdeutigkeiten, die Darstellung der Entstehungs- und Publikationsgeschichte, die Varianten.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.02.2002
Sehr ausführlich berichtet Maike Albath über das Leben und Werk des italienischen Schriftstellers und Journalisten Giuseppe Ungaretti, der, in Ägypten geboren, im Jahr 1921 nach Rom übersiedelte und in den dreißiger Jahren als Reisejournalist für die Turiner Zeitung "Gazzetta del Popolo" Italien, Ägypten, Holland, Flandern und Korsika bereiste. Im Deutschen liegen nun erstmalig sämtliche seiner "Reiseblätter" vor, die die Rezensentin mit gemischten Gefühlen gelesen hat. So dürfe der Leser hier keine tiefschürfenden Betrachtungen Ungarettis erwarten, warnt Albath, denn das sei ganz grundsätzlich Zeit seines Lebens seine Sache nicht gewesen. Das ändert aber für die Rezensentin nichts an der poetischen Qualität der Texte. Allerdings schimmere doch ab und zu, so Albath, der "naive Patriotismus" und die "regimetreue Haltung" des "Mussolini-Anhängers" Ungaretti durch. Die Texte über Holland und Flandern seien etwas zäh ausgefallen, und mit lehrbuchartigen Auskünften warte der Autor über ägyptische Königreiche, Pharaonen und wirtschaftliche Fakten auf. Sehr gut haben Albath jedoch die Texte über Korsika und Süditalien gefallen. Es sei wohl nicht zu übersehen, schreibt Albath, dass der Autor eine tiefe Liebe zum Süden Europas empfunden habe musste.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








