Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Ernst Fraenkel
Der Doppelstaat
Klappentext
Ernst Fraenkels "Doppelstaat" ist ein Klassiker, ein Standardwerk über die Politik, die Justiz und das Recht im Nationalsozialismus. Das Buch ist ein singuläres Werk und ein historisches Dokument: die einzige innerhalb Deutschlands während der nationalsozialistischen Zeit ausgearbeitete Analyse des Regimes. Hier entwickelt Fraenkel die These, dass das nationalsozialistische Herrschaftssystem in zwei große Bereiche zerfällt: den Normenstaat und den Maßnahmenstaat.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.11.2001
Für Iring Fetscher gehören die juristischen Analysen über die rechtliche "Doppelstaatlichkeit" des Nationalsozialismus von Ernst Fraenkel, die 1940 in französischem Diplomatengepäck außer Landes geschmuggelt wurden und in England und den USA erschienen sind, zu den wenigen "hellsichtigen" zeitgenössischen Betrachtungen, auf die deutsche Juristen wirklich stolz sein sollten. Als jüdischer Anwalt, der mit einer Deutschen verheiratet war und deshalb zumindest bis 1938 arbeiten konnte, hatte Fraenkel beinahe täglich mit den Folgen des Nationalsozialismus zu tun, den er als eine Mischung aus "Maßnahmenstaat" und "Normenstaat" mit einem Rest von "demokratischen" Gesetzen sah, die der Aufrechterhaltung der Wirtschaft dienen sollten, so der Rezensent. 1974 erschien die Analyse auf Deutsch, war lange vergriffen und ist nun wieder zugänglich, versehen mit einem biografischen Vorwort des Herausgebers und aufschlussreichen Dokumenten aus den Jahren 1934 bis 1940, freut sich Fetscher, der die Leküre jedem Rechtshistoriker dringend ans Herz legt.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








