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zuletzt aktualisiert 07.01.2010, 14.15 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Italo Svevo

Zenos Gewissen

Roman

Zweitausendeins Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN-10 386150345X
ISBN-13 9783861503453
Gebunden, 662 Seiten, 22,50 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Barbara Kleiner. In dem Bemühen, mit einem gefälligen Text die Aufnahme in Deutschland zu befördern, glättete und schönte Piero Rismondo, der erste Übersetzer, den Stil und Text Svevos, ließ ganze Abschnitte weg und griff stellenweise bis zur Unkenntlichkeit in den Roman ein. Die neue Übersetzung von Barbara Kleiner folgt dem Original Svevos philologisch präzise und läßt zum ersten Mal Svevos sprachliche Eigenarten, seine Komik und eine Ironie hervortreten, die alle Nuancen zwischen Sarkasmus und Heiterkeit kennt.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.11.2001

Dass der Autor und sein Lebenswerk so wenig bekannt sind, kann Rezensent Franz Haas nicht mit ansehen. Also entwirft er sehr großzügig das biografische und künstlerische Panorama Svevos. Dessen verhasstes Dasein als Büroangestellter kommt darin vor und auch von den Handlungen der Romane "Ein Leben" und "Ein Mann wird älter" wissen wir am Ende der Besprechung mehr. Bliebe noch der Anlass des Ganzen: Svevos dritter und letzter Roman, der seit 2000 in einer "brillanten holprigen" deutschen Übersetzung und versehen mit einem "klugen" Essay von Wilhelm Genazino vorliegt. Leider hat der Rezensent da schon sein Pulver verschossen. Es handle sich um die dritte maskierte Version von Svevos Existenz, bringt er noch zu Papier: Ein großer Beitrag Italiens zur literarischen Moderne, der sich mit psychoanalytischer Methode lustig mache über den verbissenen Ernst der Psychoanalyse und des Lebens, in dem die Heiterkeit des Erzählers allerdings beklemmend wirke, "weil sie die Abgründe nicht ganz zudeckt".

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