Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Andreas Mand

Vaterkind

Roman

Cover: Vaterkind

Residenz Verlag, Salzburg 2001
ISBN-10 370171262X
ISBN-13 9783701712625
Gebunden, 224 Seiten, 20,40 EUR

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Klappentext

Wenn die ewig-jungen Vierzigjährigen zu Eltern werden, bleibt auch ihnen das Erwachsen-Werden nicht erspart. Ein Roman über die Neuverteilung der Rollen in einer Generation von Berufsjugendlichen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.03.2002

Wenn etwas zu den "hervorstechenden Merkmalen" der literarischen Figuren des 42-Jährigen Schriftstellers Andreas Mand gehört, dann seien es, ist Katrin Hillgruber überzeugt, ihre Treue zu sich selbst und ihr Status als Unschuldslamm. So auch, berichtet die Rezensentin, in dem neuen, achten Roman des Autors, in dem sein Protagonist, der Gitarrist und Songschreiber Paul Schade, den manche Leser bereits aus früheren Büchern Mands kennen, samt Frau und Kind an seinen Geburtsort Duisburg zurückkehrt. Dort muss er lernen, in die Rolle des Vater hineinzuwachsen und gleichzeitig mit dem Tod des eigenen Vaters die Rolle des Sohnes aufzugeben, referiert die Rezensentin weiter über den Inhalt, der es ihr vor allem wegen des "unprätenziösen Stils" des Autors besonders angetan hat. Manche hielten diesen Stil, weiß Hillgruber, für "kunstlos". Der Rezensentin aber gefällt dieser elegische Tonfall des "Revierschriftstellers" Mand, der ein weiteres Mal eine in Moll gehaltene und eher mit den stillen Reizen der Provinz ausgestattete Geschichte geschrieben habe, seufzt Hillgruber.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.11.2001

Mand ist ein Autor, der sich zur bundesrepublikanischen Provinz bekennt. Von Kristina Maidt-Zinke erntet er dafür Spott, wenig Sympathie und vor allem gelangweiltes Gähnen. Schon bei Mands früheren Büchern sei ihr die Farb- und Freudlosigkeit in den Lebensäußerungen aufgefallen, schreibt die Rezensentin, die diesen Eindruck auch in diesem Duisburg-Roman von den müden, grauen, trägen Kommunikationsmustern bestätigt sieht. Protagonist ist ein junger Mann, der seiner Karriere als Popsänger den Rücken gekehrt hat und nun als Hausmann und Vater über sein Leben sinniert, während seine Frau das Geld verdient. Nabelschau, meint Maidt-Zinke dazu, "ohne literarischen Anspruch" und ohne die notwendige Prise Selbstironie. Zu beschauen gibt es auch bei der Nabelschau einiges - Familienstress, Tod des Vaters usw. - bewältigt wird diese, diktiert die spitze Feder der Rezensentin, mit dem "intellektuellen Besteck, das abseits der lauten Metropolen geschärft wird".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren