Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 10.02.2012, 17.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Stephan Porombka

Hypertext

Zur Kritik des digitalen Mythos. Diss.

Cover: Hypertext

Wilhelm Fink Verlag, München 2001
ISBN-10 3770535731
ISBN-13 9783770535736
Taschenbuch, 383 Seiten, 44,99 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Vannevar Bush, Douglas C. Engelbart und Ted Nelson - keine Arbeit über den Hypertext kommt ohne den Verweis auf einen der drei Heroen' aus, die mit ihren Ideen, Entwürfen und Apparaten den kulturellen Stellenwert dieses Mediums entscheidend geprägt haben. Da die Computer und die Netztext für Bush, Engelbart und Nelson Maschinen waren, mit denen sich Träume erfüllen sollten, liegt es nahe, nach den Triebkräften zu forschen, von denen sie motiviert worden sind. Denn diese Träume von der Beherrschung der Komplexität, der Steigerung der Interaktivität und der Eroberung eines neuen Raums sind von den Hypertexttechnologien und -ideologien bis zum Ende des 20. Jahrhunderts weiter geträumt worden. In einer kleinen Literaturgeschichte des Hypertextes wird das Scheitern dieser Träume nachgewiesen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.08.2002

Wenn man dem Rezensenten Throsten Lorenz folgen darf, dann war Stephan Porombkas Buch so überfällig wie ein Virus-Update. Prombka setzt sich darin mit den Gründungsmythen des modernen Medienhypes auseinander, nach denen der Computer den Funktionsweisen und der Datenverarbeitung des menschlichen Gehirns ähnele und daher besser als ein linear strukturiertes Buch geeignet sei, komplizierte, sich fortwährend verändernde Informationen darzustellen. Laut Lorenz nun zeige Prombka, dass all diese Konzepte des Hypertexts weder empirisch noch sonst irgendwie begründet sind. Um dies nachzuweisen, betreibe Porombka kein Hard- oder Software-Studium, sondern Literaturwissenschaft. Wie Lorenz sehr schön schreibt: "Porombka liest die linearen Begleiterscheinungen nicht-linearer Texte". Einen Haken gibt es an dem Buch für den Rezensenten aber auch. Und der liege darin, dass Porombka die Motive und Gedanken der Computerpioniere wie Douglas C. Engelbart oder Ted Nelson allein psychologisiere, sogar versuche, ihnen mit Analogien zur Schizophrenie beizukommen. Weit, meint Lorenz, könne dies nicht führen, aber immerhin ab und zu weg vom PC und zurück aufs Sofa zum guten Buch.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Golden german tor lass uns ein als große fisch

10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren