Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Mit Zeichnungen des Autors. Aus dem Polnischen übersetzt von Hendryk Bereska. Im Nachlaß von Zbigniew Herbert fanden sich drei Prosastücke: "Der gordische Knoten", "Die Stimme" und "Der Spiegel", die nun, drei Jahre nach seinem Tode, erscheinen und denen erstmals Zeichnungen beigefügt sind - die Zeichnungen waren kaum bekannt. Diese Prosastücke hat Zbigniew Herbert als Apokryphen bezeichnet. Es sind erfundene Geschichten, denen historische Ereignisse unterlegt sind, die der Autor fiktiv weiterführt...
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 06.06.2002
Achtung: Lohnendes Vergnügen! Yaak Karsunke findet staunenswert, wie diese drei kleinen Texte aus Zbigniew Herberts Nachlass Skepsis gegenüber "revolutionären und Erlösungs-Träumen" formulieren. Sowohl Phantasie als auch Sorgfalt lässt der Autor walten, wenn er etwa Alexander den Großen, der der Überlieferung nach den gordischen Knoten zerschlug, zum "Geburtshelfer jener brutalen Gewalt" werden lässt, "die sich seitdem durch die Geschichte zieht, bis hin zu den Stapeln brennender Bücher". Dann wiederum korrigiert er "sanft aber unnachsichtig" das Bild der Petrarcischen Laura. In diesem Band, meint Karsunke, sind die Apokryphen "Denk-Spiele, spielerische Reflexionen eines gebildeten Europäers".
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.05.2002
Der mit "döb" zeichnende Rezensent zeigt sich recht angetan von dem "kostbaren kleinen Heft", das Zeichnungen und kleine Texte des 1998 verstorbenen polnischen Dichters Zbigniew Herbert versammelt. Die Bezeichnung Apokryphen im Titel findet der Rezensent gut passend, da es sich seines Erachtens nicht um Essays oder um Erzählungen, sondern um "Vermutungen, von der poetischen Art", um "reflektierende Lyrik" handelt. Themen sind Kunst, menschlicher Eitelkeit und Politik, berichtet der Rezensent. Dabei erweist sich der Autor nach Ansicht des Rezensenten stets als "nachdenklicher Erbe der Mythen und Weisheiten des frühen Abendlandes", der sich von vermeintlich sicheren Wissen nicht täuschen lässt. Herberts Vermächtnis, lobt der Rezensent, "ist die Schraffierung oder die Ausleuchtung der Leerstellen, die sich innerhalb des verbürgten Wissens immer wieder auftun für den, der danach sucht."
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.01.2002
Ach, Klarheit, ach, Rätsel! Lothar Müller schätzt vor allem die Dialektik Herberts, die den Leser dieser Texte über klare Sätze hin zu Rätseln geleitet, die "eigentlich schon gelöst" sind. Wer wüsste nicht, wie Alexander der Große mit dem gordischen Knoten verfuhr? Allein: "Ebenso geduldig wie zielstrebig verwandelt Zbigniew Herbert überlieferte Lösungen wieder zurück in Rätsel." Das klingt für Müller dann nach "Kafkas Mythen-Reprisen". So stehen Autor wie Leser am Ende wieder vor dem Rätsel der Petrarcaschen Laura oder eben eines unzerschlagenen Knotens, "in dem sich womöglich 'eine wichtige Inschrift befand ... oder vielleicht das Modell einer Kosmologie'".
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








