Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gerhard Amanshauser

Als Barbar im Prater

Autobiografie einer Jugend

Cover: Als Barbar im Prater

Residenz Verlag, Salzburg 2001
ISBN-10 3701712549
ISBN-13 9783701712540
Gebunden, 169 Seiten, 17,38 EUR

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Klappentext

"Als Barbar im Prater" ist nicht nur Autobiografie, sondern auch der spannende Roman einer Kindheit und Jugend (1928?1950), die Geschichte einer Über-Lebensstrategie, geschrieben von einem, der die Menschen liebt und deshalb rechtmäßig als ihr schärfster Kritiker fungiert. Ob es um die Eroberung der "großen Weinbeute" im Gemäuer der Salzburger Festung geht, um die geheime sexuelle Bedeutung des Worts "Hawaii" für ein Dienstmädchen oder um den irrtümlichen Verlust einer Hakenkreuzfahne, wegen dem er 1944 zum "Osteinsatz" verurteilt wird...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.12.2001

Ziemlich spannend findet Gerald Schmickl diese autobiografischen Aufzeichnungen des Dichters Gerhard Amanshauser, in denen er seine Jugend im Nationalsozialismus und seinen Weg zur Dichtung nachzeichnet. Dabei erzählt er nach Schmickels Empfinden sehr ehrlich von seinem Mitläufertum und liefert darüber hinaus einen spannenden Bericht seiner Kindheit und Jugend und der Genese seiner literarischen Ambitionen. Die Aufzeichnungen, die teilweise aus früheren Büchern von Amanshauser stammen, sind mit transkribierten Gesprächen und Fotos angereichert. Doch trotz dieser collageartigen Präsentation des Lebens des Dichters entsteht "eine stringente Erzählung - in Fluss gehalten durch Amanshausers schnörkellos-geschmeidige und zugleich höchst präzise Sprache", so das Lob des Rezensenten.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.11.2001

Besonders beeindruckend findet Günther Stocker an dieser Autobiografie, dass der Autor keine "selbstgerechte Anklageschrift gegen die Generation der Eltern" geschrieben hat. Denn sowohl Amanshausers Eltern als auch seine Verwandtschaft habe aus überzeugten Nationalsozialisten bestanden, die "Teile seines Bewusstseins für immer verwüstet" hätten. Schließlich sei der Autor selbst als Jugendlicher in der Hitlerjugend gewesen, schreibt der Rezensent. Die Erfahrungen aus dieser Zeit seien zum "Angelpunkt seines Lebens" geworden; frühzeitig habe Amanshauser sich zurückgezogen, um als Schriftsteller zu leben, notiert der Rezensent. Die Selbstbeschreibungen des Autors setzten sich aus Anekdoten, Tagebuch-Notizen und Briefausschnitten zusammen. Daraus hat Stocker "aufschlussreiche Einblicke" gewonnen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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