Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Rainer G. Schmidt. Mit diesen 13 Erzählungen wird das Herzstück des Poe'schen Erzählungswerks in einer Neuübersetzung vorgelegt. Wir blicken bei Poe in ein "Herz der Finsternis", das zugleich etwas Maschinelles hat. In der zentralen Erzählung "The Tell-tale-Heart" (Das Herz erzählt's) wird der "Beat" des Herzens zu einem tickenden Zeitzünder, zu einer präzise eingestellten inneren Uhr des Gewissens. Das unheimliche Schlagen einer Uhr, die mit dem Fortschreiten der Zeit auch den Tod heraufbeschwört, spielt in der Erzählung "Die Maske des roten Todes" eine große Rolle. Und auch in "Die Grube und das Pendel" wird eine unerbittliche Foltermaschinerie vorgeführt, die mit der Präzision eines Uhrwerks funktioniert...
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.11.2001
Schnell könne man behaupten, eine neue Übersetzung der Erzählungen von Edgar Allan Poe (1809 bis 1849) sei überflüssig, hatten sich doch solche Größen wie Arno Schmidt und Hans Wollschläger bereits an der deutschen Übertragung versucht, berichtet Ulrich Greiner. Mitnichten stimmt der Rezensent dieser Ansicht zu. Rainer G. Schmidts Übersetzung hält er für eine wichtige und gut gelungene neue Interpretation der Texte. Als Übersetzer von Herman Melvilles "Mardi" hat er sich bereits einen Namen gemacht. Poe präsentiert er nach Greiner gründlich und überaus sprachgewandt. Und der Verlag hat die Ausgabe zudem noch, lobt der Rezensent, sehr schön ausgestattet.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.10.2001
Georg Klein hat schon als Halbwüchsiger Poe gelesen und danach immer wieder. In seiner Besprechung kann er darum verschiedene Übersetzungen mit derjenigen Rainer G. Schmidts vergleichen. Gelingt es der Neuausgabe, Poes Ahnungen des Horrors sowie dessen "Nachschwingen in den seelischen Systemen" wiederzugeben? Es sieht ganz so aus. Nicht selten dünkt Klein die jüngere Übertragung dem Geist Poes näher, etwa wenn der Übersetzer mit einer Passage aus "Der Untergang des Hauses Usher" die "Siegespalme des Pompösen" gewinnt. Wie es allerdings gelingen soll, ausgerechnet mit Hilfe "dieser" Übersetzung, die "richtige Distanz zu Amerikas pompöser Stärke" einzunehmen, wie der Rezensent im Hinblick auf das Zeitgeschehen hinzufügt, wird nicht ganz klar.
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Dichtung und Tischtennis
18.03.2010: Als tieftraurig und hochkomisch zugleich preist die SZ Jan Faktors Roman mit dem Monster-Titel "Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag". Die FR lobt den Roman ebenfalls, aber mit Vorbehalten gegen seine Lustigkeit. Hingerissen ist sie auch von Nicholson Bakers Lyriker-Roman "Der Anthologist". Die FAZ schwärmt von Hans-Ulrich Treichels Berliner Heimatlosigkeitsroman "Grunewaldsee". Für die heute erschienene Literaturbeilage der Zeit werden wir noch ein paar Tage brauchen.
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15.03.2010: Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen
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11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen
Necla Kelek: Himmelsreise
08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen


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