Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini. Helen hat nicht gewußt, daß ihr Bruder Declan Aids hat. Aber nun, da feststeht, daß er sterben wird, setzt sie alles daran, daß er heimkommt, in das Haus der Großmutter, hoch über den Meeresklippen. Eine Geschichte von Menschen aus drei Generationen: von ihren Konflikten, Geheimnissen und unausgesprochenen Wünschen.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.12.2001
In dem Roman von Colm Toibin haben, man staune, nicht sture irische Männer, die über die IRA, Guiness, Whiskey und Fiedelmusik reden, das Sagen, sondern Schwule und Frauen, staunt Christoph Bartmann, der das "milde" und "menschenfreundliche" Buch gerne weiterempfiehlt". Nicht als "großen Roman", aber als "guten, kleinen", in dem die beschriebenen Verhältnisse und die Form der Beschreibung in schönem Einklang stehen, lobt der Rezensent. Hier gehe es um Modernisierungsgewinne- und Verluste im heutigen Irland, aber auch um private Geschichten, deren Figuren ihre Gefühle sowohl "roh" als auch "rührend" zum Ausdruck brächten, und zwar so, dass sie der Leser auch nachempfinden könne, resümiert der Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.09.2001
Keine traditionelle Geschichte erwartet den Leser, erklärt unser Rezensent. Stattdessen gehe es um Aids, Homosexualität, um Frauenrollen und den Wandel der irischen Gesellschaft, um Streit, Bekenntnisse, Lebensgeschichten, um "Brüche und Brücken zwischen den Generationen" - alles plastisch und facettenreich vor Augen geführt. Michael Schmitt fühlt sich unweigerlich an Fontane erinnert, an den "Stechlin", nur, dass im vorliegenden Buch "womöglich noch weniger" geschieht. Die Kunst des Autors indes sieht Schmitt darin, "dass trotzdem eine ganze Gesellschaft lebendig wird - das, was sie zusammenhält, genauso wie die Risse."
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Uangenehm plausibel
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