Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Colm Toibin

Das Feuerschiff von Blackwater

Roman

Carl Hanser Verlag, München 2001
ISBN-10 3446200614
ISBN-13 9783446200616
Gebunden, 300 Seiten, 20,35 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini. Helen hat nicht gewußt, daß ihr Bruder Declan Aids hat. Aber nun, da feststeht, daß er sterben wird, setzt sie alles daran, daß er heimkommt, in das Haus der Großmutter, hoch über den Meeresklippen. Eine Geschichte von Menschen aus drei Generationen: von ihren Konflikten, Geheimnissen und unausgesprochenen Wünschen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.12.2001

In dem Roman von Colm Toibin haben, man staune, nicht sture irische Männer, die über die IRA, Guiness, Whiskey und Fiedelmusik reden, das Sagen, sondern Schwule und Frauen, staunt Christoph Bartmann, der das "milde" und "menschenfreundliche" Buch gerne weiterempfiehlt". Nicht als "großen Roman", aber als "guten, kleinen", in dem die beschriebenen Verhältnisse und die Form der Beschreibung in schönem Einklang stehen, lobt der Rezensent. Hier gehe es um Modernisierungsgewinne- und Verluste im heutigen Irland, aber auch um private Geschichten, deren Figuren ihre Gefühle sowohl "roh" als auch "rührend" zum Ausdruck brächten, und zwar so, dass sie der Leser auch nachempfinden könne, resümiert der Rezensent.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.09.2001

Keine traditionelle Geschichte erwartet den Leser, erklärt unser Rezensent. Stattdessen gehe es um Aids, Homosexualität, um Frauenrollen und den Wandel der irischen Gesellschaft, um Streit, Bekenntnisse, Lebensgeschichten, um "Brüche und Brücken zwischen den Generationen" - alles plastisch und facettenreich vor Augen geführt. Michael Schmitt fühlt sich unweigerlich an Fontane erinnert, an den "Stechlin", nur, dass im vorliegenden Buch "womöglich noch weniger" geschieht. Die Kunst des Autors indes sieht Schmitt darin, "dass trotzdem eine ganze Gesellschaft lebendig wird - das, was sie zusammenhält, genauso wie die Risse."

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren