Mit Essays zum volksaufklärerischen Schrifttum der Mainzer Republik und dem der Helvetischen Republik. Herausgegeben von Holger Böning und Reinhart Siegert.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.02.2002
In den vergangenen Jahrhunderten hat es Tausende von Bänden zur Volksaufklärung gegeben. Ihrer Erfassung und Beschreibung haben sich Holger Böning und Reinhart Siegert angenommen und etwa viertausend Titel zusammengetragen, beschreibt Ernst-Peter Wieckenberg ehrfürchtig das Mammutanliegen der Autoren. Ein erster bibliografischer Band mit Literatur von den Anfängen bis 1780 ist bereits 1990 erschienen, weiß der Rezensent, die nun vorliegenden Halbbände erschließen diese Literaturgattung bis 1800, den "Höhepunkt" der Volksaufklärung, so Wieckenberg. Den Wert dieser Bibliografie kann man gar nicht genug würdigen, schreibt der Rezensent, denn schließlich hätte das Autorenduo eine "terra incognito" betreten und damit wahre "Pionierleistungen" vollbracht. Ihre Bände seien nämlich die ersten dieser Art im europäischen Raum, lobt der begeisterte Wieckenberg.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2001
Alexander Kosenina kann nicht umhin, den Forscherfleiß der beiden Herausgeber zu bewundern und zu preisen, die sich durch Tausende von Texten der deutschen Volksaufklärung gekämpft, diese sortiert und wichtige Publikationen nun in Ausschnitten publiziert, diese Publikationen um ein "bio-bibliografisches Handbuch" (Band 2, Teil 1 und 2) ergänzt haben. Die nun neu erschienen Bände (Band 8, 11 und 13) führen das Projekt in die Schilderung der wichtigen "dritten Phase" der Volksaufklärung weiter: zu den zunächst an die Landbevölkerung, dann an "Handwerker, Soldaten, Hebammen oder Wundärzte" gerichteten Traktaten kommen nun auch "wichtige theoretisch-programmatische" Veröffentlichungen. Kosenina findet die "präzisen Kommentare" zu den Texten hilfreich, Probleme hat er jedoch, gelegentlich wenigstens, mit der Auswahl. Da hilft auch der strenge Kriterienkatalog der Herausgeber nichts. Dies schmälert jedoch nicht Koseninas "tiefsten Respekt" vor der akribischen Arbeit der Herausgeber. Von einem "Skandalon" spricht der Rezensent jedoch angesichts der astronomischen Preise: die, meint er, spotten des Gegenstands der Bücher.
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