Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bernhard Kegel

Sexy Sons

Roman

Cover: Sexy Sons

Ammann Verlag, Zürich 2001
ISBN-10 3250104361
ISBN-13 9783250104360
Gebunden, 420 Seiten, 22,50 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

ED Senft, einer der reichsten Männer Hamburgs, feiert seinen 60. Geburtstag. Alles, was in der Hansestadt Rang und Namen hat, ist in die neu errichtete Elbuferhalle geladen, das Fernsehen überträgt die Veranstaltung live, moderiert vom bekannten Star Paul Abend. Doch die wahre Sensation des Abends ist dem Publikum noch nicht bekannt. Anläßlich dieses runden Geburtstags soll die neueste Erfindung der Senft AG präsentiert werden: Globacter, die Zelle für die Welt. In jahrelanger Forschung ist es Senfts Genetikern gelungen, ein Bakterium zu synthetisieren, das Erdöl frißt und als unschädlichen Stoff wieder ausscheidet: das Ende von Umweltverschmutzungen durch Tankerunglücke oder lecke Überlandpipelines ist abzusehen. Doch der Abend verläuft keinesfalls so reibungslos wie geplant: Globacter wird gestohlen, das Schwimmwunder Rebekka Scholz tätlich angegriffen. Ein Alptraum beginnt...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.03.2002

Martin Ebel bespricht den neuen Wissenschaftsroman von Bernhard Kegel, wobei er doch eher skeptisch ist. Die Zutaten sind zwar vielversprechend, so der Rezensent, aber literarisch findet er das Werk nicht sehr gelungen. Kegel sei ein Wissenschaftler, der es verstehe, komplizierte Zusammenhänge verständlich darzustellen, und auch von den Fachgebieten Mikrobiologie und Fortpflanzungsmedizin, die er in seinen Roman einfließen lasse, verstehe er einiges. Die Ingredienzien stimmen also, allein, der Autor kann sich nicht richtig mischen. Als Erzähler sei Kegel leider nicht so einfallsreich wie als Wissenschaftler. Die Sprache sei banal und die Dramaturgie zäh, so dass Ebel sich oft gelangweilt hat.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 03.01.2002

Kurz und ungnädig handelt Wilhelm Trapp diesen Roman Bernhard Kegels ab. Zwar erinnert ihn die Ausgangskonstellation - eine genetisch manipulierte Rasse zeugt sich nur noch in vitro fort - von ferne an Michel Houellebecqs "Elementarteilchen", aber Kegel scheint den Nerv nicht so genau getroffen zu haben wie sein französischer Kollege. Seine Sprache sei einfallslos, murrt Trapp, und in seiner Fabel fehlten Begegnungen und Leidenschaft. Und so gerät ihm sein Roman, wenn man Trapp glaubt, zum fortschrittsgläubigen "Urschrei der Evolutionsbiologie" ohne größere Symbolkraft.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren