Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Christian Mähr

Die letzte Insel

Roman

Cover: Die letzte Insel

DuMont Verlag, Köln 2001
ISBN-10 3770155513
ISBN-13 9783770155514
Gebunden, 220 Seiten, 20,35 EUR

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Klappentext

"Natürlich gibt es keine Inseln, die es nicht gibt."Dennoch taucht vor den Augen einiger Urlauber eine Insel im Atlantik auf, die keine Karte verzeichnet: das sagenhafte San Borondon. Seltsamerweise können nur wenige die Insel sehen ? eine kurios zusammengewürfelte Gruppe macht sich auf die Überfahrt, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.07.2001

Franz Haas hat sich offenbar so manches Mal schwer getan, das Buch überhaupt bis zum Ende durchzulesen. Denn vieles scheint ihm einfach nur banal: Er bemängelt die vielen "schalen Sätze" (auch wenn er das teilweise verzeihlich findet, schließlich leidet die Hauptfigur, ein Autor, gerade unter eine Schreibkrise), die knatternden Helikopter, die zur Seuchenbekämpfung in einen Touristenort geschickt werden. Es tauchen ein Millionenbetrüger und eine Sensationsjournalistin auf, stöhnt Haas, der sich genervt an die Boulevardpresse erinnert fühlt und ständig mit dem nächsten "Spezialeffekt" rechnet. Außerdem wird die Metaphysik seiner Ansicht nach in diesem Roman "gar zu sehr strapaziert", ohne dass der Autor dem sprachlich gerecht werden könne. Dass der Rezensent das Buch dennoch bis zum Ende durchgelesen hat, liegt vor allem daran, dass er anfing, auf immer neue "Tricks und Einfälle, selbst wenn sie nach Schund und Hollywood aussehen", zu warten. Dabei scheint Haas nicht ganz frei von Zynismus zu sein: Nicht zuletzt deshalb hat er das Buch bis zum Schluss durchgelesen, gesteht er, um zu erfahren, ob der "Autor doch noch die Kurve kriegt".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren