Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

K. Erik Franzen, Hans Lemberg

Die Vertriebenen

Hitlers letzte Opfer

Propyläen Verlag, Berlin/München 2001
ISBN-10 3549071353
ISBN-13 9783549071359
Gebunden, 288 Seiten, 20,40 EUR

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Klappentext

Es war die größte Völkerwanderung der Geschichte, als sich am Ende des Zweiten Weltkriegs etwa 14 Millionen Deutsche gegen ihren Willen auf den Weg nach Westen machten. Erst flohen sie vor der Roten Armee, dann wurden sie gewaltsam aus ihrer angestammten Heimat vertrieben. Parallel verlief die von der Sowjetunion erzwungene Umsiedlung von Millionen Polen in die ehemals ostdeutschen Gebiete. In einer dreiteiligen Dokumentation widmete sich die ARD diesem Thema. Der Begleitband der Historiker und Osteuropaforscher Hans Lemberg und K. Erik Franzen verbindet die historisch fundierte Darstellung jender traumatischen Ereignisse mit Zeitzeugnissen und Bildmaterial.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.04.2001

Volker Zimmermann ist außerordentlich angetan von dem Buch, das als Begleitband der ARD- Dokumentationsreihe "Die Vertriebenen" erschienen ist. Der Rezensent betont, dass die Behandlung des Themas stets ein "Politikum" ist, und er lobt die Autoren, dass es ihnen gelungen ist, sowohl "Ursache und Wirkung" der Vertreibung darzustellen als auch die "menschliche Dimension" nicht außer Acht zu lassen. Damit würden sie weder die NS-Verbrechen verharmlosen noch die Leiden der Vertriebenen ignorieren, so Zimmermann zustimmend. Besonders Franzen lobt er für seine "kenntnisreiche" Vermittlung der Zusammenhänge. Insbesondere die Ausführungen zur weiteren Entwicklung in der Nachkriegszeit preist er als "Höhepunkt" des ganzen Buches. Das Buch sei auch hervorragend geeignet, denjenigen, die selbst nicht zu den Vertriebenen gehören, dieses Kapitel der Geschichte näher zu bringen, wobei Zimmermann auch die vielen Fotos und Karten lobt, die, wie er meint, die geografische Orientierung sehr erleichtern.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren