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Klappentext
Unter Mitarbeit von Neil Strauss (Musikkritiker für Rolling Stone, Village Voice, New York Times etc.). Mit 71 S/W-Abbildungen und 16 Seiten Farbfotos. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Christoph Gurk.
Ein Großvater, der Frauenkleidung trägt, ein Nachbar, der in sexuellen Missbrauch verstrickt ist, ein Gesundbeter, der Gehirnwäsche praktiziert, ein Lehrer, der in Rocksongs nach satanischen Botschaften sucht - das sind einige Personen, die Mansons Kindheit prägten und sicher auch seine späteren Inszenierungen auf der Bühne beeinflussten.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 26.02.2002
Gehört laut gehört, diese Autobiografie. Auch wenn Marilyn Manson im Leben der Rezensentin bislang keine Rolle gespielt hat, soviel will Eva Behrendt immerhin raten dürfen zu den drei CDs. Schließlich sind die prägenden Kindheitserlebnisse Mansons im Porno-Keller des Großvaters doch ganz "liebevoll" geschildert, entbehren die "dreckig schillernden" Erinnerungen an spätere "Trips, Sex- und Kotzexzesse" doch nicht der Pointen und die "zart hessisch" gefärbte Stimme des Vorlesers Felix Flaucher (Mitglied einer Gothic-Wave-Band namens "SilkeBischoff") nicht einer gewissen Wohltemperiertheit. Zum Manson-Fan ist Behrendt deswegen allerdings noch nicht geworden. Zu wenig originell die Lösung, die Manson für seine Selbstdeutung findet, wenn er, nach allen Abgründen, doch zurückkehrt auf den American Way of Life, die Geschichte, "den pickeligen, geltungssüchtigen Teenager" hervorkehrt, der triumphierend auf die mit der Manson-Figur gestopfte Marktlücke verweist. "Das können seine Fans nicht wissen wollen."
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.04.2001
Abgestoßen fühlt sich Ulrich José Anders beim Lesen dieses Buches, wenn es pornografische Eskapaden und alkoholische oder durch Drogen verursachte Exzesse schildert. Dann packt ihn wieder das Mitleid angesichts der Schreckensgeschichten aus Mansons Kindheit, die von religiösem Fanatismus und Doppelmoral geprägt war; und er amüsiert sich darüber, wie es dem Künstler gelungen ist, sich als "white trash"-Ikone zum Gesamtkunstwerk zu stilisieren. Ein Haufen Prozesse stehe nun zu erwarten, meint der Rezensent, da Manson freimütig über die Musikbranche plaudere. Dass Manson eigentlich Musiker sei, spiele in dem Buch kaum eine Rolle, sein "eigentliches Handwerk" sei wohl auch eher "die Auflehnung gegen Normen und Werte". Ein Enthüllungsbuch (über andere), das für Anders seltsamerweise dennoch dem Muster eines Bildungsromans zu folgen scheint: am Ende findet eine - wenn auch gequälte - Selbstläuterung statt, schreibt der Rezensent.
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