Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Mit seinem neuen Roman knüpft Stephen King literarisch und thematisch an seine klassischen Erfolge an. Was für die vier Freunde Pete, Henry, Jonesy und Beaver als harmloser Jagdausflug in die Wälder von Maine geplant war, endet für sie völlig unverhofft in einem bizarren Albtraum; Rettung kann nur noch ihr alter Freund Duddits mit seinen hellseherischen Gaben verheißen.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 10.05.2001
Das Buch gefällt dem Rezensenten wie "einer dieser seltsamen Cocktails, die dann aber gar nicht so schlecht schmecken". "Gar nicht so schlecht", meint Jochen Jung - das sei freilich so ziemlich das Vernichtendste, was man über Literatur sagen kann. Und wirklich, vernichtend ist es ja auch, wenn der Rezensent schreibt, der Roman sei um die Hälfte zu lang. Um die Hälfte! Jemand sollte's ihm sagen, dem King, wie er doppelmoppelt, meint Jung, und sagt's also. Und sagt auch, dass es ihn ekelt, dieses außerliterarisch Relevante (Furzen, Rülpsen etc.), dass es ihn langweilt, diese Geheimniskrämerei (alles, was der Exposition folgt), und dass es ihn heiß und kalt erwischt, wenn King seine Figuren vorstellt (die Exposition) - das nun wieder nämlich sei schlicht "das Leben, Scheiße, ja", und gehöre "zum Besten, was amerikanische Autoren in der letzten Zeit geschrieben haben."
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.03.2001
Einem "close encounter" der extra brutalen Art hat Rezensent Fritz Göttler, wie er selbst sagt, beigewohnt. Zu danken ist das der Kunst des Autors, die Göttler beschreibt als eine Fusion von Horror und Science Fiction, durch die sich "die Ängste von ganz draußen als Vibrationen (erweisen), die im Innern des Körpers Angstgefühle auslösen". Doch wie geht das vor sich? Außer der, wie Göttler weiß, bei diesem Autor stets engen Symbiose des Vegetativen mit dem Fleischlichen und den exzessiven Momenten körperlicher Pein, fällt dem Rezensenten dazu wenig ein: "Noch quälender sind die Beschreibungen der Schizophrenie, wenn das eigene Ich zum Schauplatz eines Psycho-Dramas wird, wenn ein Fremder von draußen dieses Terrain zu besetzen droht." Das wäre eine genauere Untersuchung wert gewesen. Allein Göttler verliert sich in bizarren Spekulationen: Der Roman, so teilt er dem erstaunten Leser mit, habe deshalb eine starke Beziehung zum Flüssigen, weil King ihn mit einem Waterman-Patronen-Füller geschrieben hat.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







