Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jens Jessen

Deutsche Lebenslügen

Erkundungen einer bewusstlosen Gesellschaft

Cover: Deutsche Lebenslügen

Hohenheim Verlag, Stuttgart - Leipzig 2000
ISBN-10 3898500144
ISBN-13 9783898500142
Gebunden, 325 Seiten, 20,35 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.02.2001

Den Titel findet der Rezensent Rolf Lamprecht gelinde gesagt etwas übertrieben: Nur der Hauptessay des Bandes leiste jene "tiefgründige Psychoanalyse" der bundesrepublikanischen Gesellschaft, die der Titel eigentlich erwarten lasse. Bei den anderen Texten vermutet Lamprecht, dass Jessen seine Feuilletons aus "Zeit" und "Berliner Zeitung" einfach noch mal neu herausbringen wollte. Um des Hauptessays willen aber findet Lamprecht den Band lesenswert. In seiner Kritik belässt er es dabei mit einem mehr oder weniger wohlwollenden Referat der Thesen Jessens. Als zentrale Lebenslüge macht er in Jessens Diagnose eine auf komplizierte Art und Weise verdrängte Nazivergangenheit aus. Versteht man Lamprecht richtig, so sieht Jessen diese Verdrängung gerade in einer allgemein akzeptierten Kollektivschuldthese verwirklicht. Hieraus scheinen sich weitere Lebenslügen abzuleiten, etwa die Konsumorientierung der deutschen Gesellschaft oder das Leistungsprinzip, ohne dass ihr logischer Zusammenhang mit der zentralen Vergangenheitslüge in Lamprechts Kritik völlig ersichtlich wird.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren