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Eugen Gomringer
Zur Sache der Konkreten
Gesamtausgabe, Band 3: Eine Auswahl von Texten und Reden über Künstler und Gestaltungsfragen 1958-2000
Klappentext
"was ich mit diesem band, dem dritten der gesamtausgabe, vorlege, ist ein teil meiner texte und reden zur konkreten kunst und ihr naheliegenden gestaltungsaufgaben. der umfang mag anzeigen, dass ich mich mit der kunst der konkreten mehr auseinandersetze als mit der poesie der konkreten. dies wiederum ist ein hinweis darauf, dass die konkrete poesie, wie allgemein bekannt, ihre bezeichnung der kunst entliehen hat, die ihr mit ihren `vorbildern` um jahre voranging. in meinem fall war die begegnung mit der konkreten kunst im jahre 1944 bestimmend für eine neuorientierung von form und funktion sprachlicher kunst..."
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.02.2001
Nicht sehr viel hat Rezensent Harald Hartung über dieses Buch zu sagen, dritter und letzter Band einer Edition mit poetischen und theoretischen Texten des "Systemdichters". Außer, dass es aus zwei Gründen interessant sei: weil es deutlich mache, wie stark Gomringers Arbeit von der bildenden Kunst bestimmt sei. Und weil die vielen Texte zu Künstlern belegten, dass Gomringer seine Sache in der bildenden Kunst noch am ehesten bewahrt und gefördert sehe. Was Gomringers Sache war, davon handelt der Artikel eigentlich - nämlich von der "Konkreten Poesie", als deren Erfinder bzw. Miterfinder Eugen Gominger gilt. Keine geschlossene Form, wie Harald Hartung erklärt, "sondern das Rezept für fast unbegrenzte Design-Möglichkeiten. Für dieses Design habe Gomringer Beispiele geschaffen, die "unverwechselbar und somit klassisch" geworden seien. Zwei Jahrzehnte lang sei Konkrete Poesie ziemlich erfolgreich gewesen. Deutschlehrer hätten ihren "elementaren Charakter als didaktischen Vorzug" entdeckt und "Agitprop-Gedichte im konkreten Stil" geschrieben. Aber vor allem habe die Werbung die Suggestion der plakativ angeordneten Worte und Wortspiele entdeckt: "Sprache als Design". Und einer Dualität begegnet der Rezensent auch in den Schriften Gomringers, wo es seiner Ansicht nach "neben dem weltbeglückenden" Sprachdesigner auch "den mönchischen Gomringer" mit einer Neigung zur Kontemplation gebe.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.12.2000
Einen kurzen und wohlwollenden Hinweis gibt Felix Philipp Ingold auf dieses Buch. Er schildert Gomringer als einen "unaufgeregten" Vertreter der konkreten Kunst und Poesie, eine Einsicht, die man hier in Texten aus vier Jahrzehnten vertiefen könne. Kritisch merkt Ingold an, dass diese Ausgabe nicht auf einen im Sankt Galler Erker-Verlag vorliegenden Band verweist, der einen Großteil der hier vorliegenden Texte bereits 1988 präsentierte.
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