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Klappentext
Es sind immer die kleinen, scheinbar unauffälligen Dinge und Ereignisse, von denen Schubigers Geschichten ihren Ausgang nehmen: ein Teppich unterm Tisch, ein Daumen, die Monate, ein Biss in einen Apfel. Aber dann: Dem Teppich wird es zu fad, er geht auf Reisen, so wie der Daumen (bei dem man sich fragt, wie er sich fortbewegt). Die Monate möchten gern alle zusammenkommen, nicht immer nur zu zweien, und im Apfel steckt ein Apfelmännchen, in Jeans und Pullover. Verrückt geht es zu in Schubigers Geschichten. Kinder verstehen das. Man merkt es, wenn man ihnen zuhört: an ihren Fragen.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.12.2000
Was ist jetzt das? Ein Buch ohne Tadel, ein Buch für die Bestenliste? Manfred Sack sieht es so. Und als gäbe es da Zusammenhänge, schreibt er eine Kritik, die wirklich Lust macht, loszugehen und den Band nur rasch zu besorgen. Dass der auch Erwachsenen gewachsen ist, ist zu sagen eigentlich nicht mehr nötig. Nicht nachdem Sack uns ein paar Eindrücke aus dem Bund der 28 "mal neun Zeilen, mal neun Seiten langen" vor wunderlichen Erscheinungen und Ereignissen blitzenden Texten kredenzt hat - beispielsweise eine Liebestragödie zwischen einer Kuh und einem Sauerampfer! Man lache und staune, schreibt Sack, und lobt, ach ja, neben dem eleganten Äußeren des Bandes, vor allem die "ungemein schöne trockene, dichte Sprache und die hintersinnige Poesie der Geschichten. Und dann bringt er wieder so ein Beispiel, dass man nicht weiß, soll man dem Autor mehr danken oder dem Rezensenten.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.11.2000
In einer Doppelrezension bespricht Gerda Wurzenberger zwei Erzählbände für Kinder.
1.) Schubiger / Berner (Ill.): "Wo ist das Meer?" (Beltz & Gelberg)
Im Vergleich zu früheren Geschichten Schubigers diagnostiziert die Rezensentin hier eine "stärkere, märchenhafte Psychologisierung". Ansonsten scheint es jedoch nicht ganz leicht zusammenzufassen, wovon das Buch handelt. Klar wird, dass es um Fragen, um Staunen und um Antworten geht. Etwa um die Frage, was vor der Welt da war oder wieso das Jahr nicht dreizehn Monate hat. Wurzenberger betont das Suchende in diesem Buch, was durch die Illustrationen von Rotraut Susanne Berner noch unterstrichen werde. Ihre Schwarzweiß-Zeichnungen mit ein wenig Blau geben nach Ansicht der Rezensentin nicht nur die "richtige melancholische Denkfärbung" wieder, sondern liefern auch Antworten auf einige der im Buch gestellten Fragen - und werfen doch auch wieder neue Fragen auf.
2.) Hannover / Bofinger (Ill.): "Die untreue Maulwürfin" (Aufbau)
Wurzenberger weist zwar darauf hin, dass dieses Geschichten nicht ganz neu sind, dennoch gefallen sie ihr. "Nüchterner Humorismus" ist für sie der Grundcharakter des Buchs, bei dem sie sich sogar - gerade was die Moral betrifft - an Erich Kästners Geschichten erinnert fühlt. Wurzenberger schwärmt von dem "kühn Erfundenen, dem keck Verdrehten" in diesem Buch, dass aber trotz aller Phantasie immer einen direkten Bezug zum wirklichen Kinderalltag behalte. Auch die "bunten, humoristischen" Illustrationen von Manfred Bofinger scheinen ihr gut zu gefallen.
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