Aus dem Kroatischen von Barbara Antkowiak. Julijana Matanovics kunstvolle, aufrichtige Prosa über ihre Kindheit und Jugend in Kroatien ist ein Koffer voller Geschichten, die sich auch mit der Geschichte berühren. Sie erzählt vom Heranwachsen eines Mädchens in einem Land, in dem es die Schönheit stets zu erfinden galt, weil es sie im Außen nicht gab.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.10.2000
Peter Kultzen ist sehr angetan von diesem autobiografischen Roman der kroatischen Autorin, der seiner Ansicht nach zwar nicht den `gedanklichen Tiefgang` eines Walter Benjamin vorzuweisen hat, dafür aber durch `ungeheuren Charme` überzeugt. Dabei fühlt er sich durch die lockere Form des Buches durchaus an Benjamin erinnert, denn die Autorin bewahrt die Lebenswelt der sechziger und siebziger Jahre mit ihren `Erinnerungspuzzles` vor dem Verschwinden und tut das `wunderbar unsentimental`. Die Übersetzerin findet ebenso die begeisterte Zustimmung des Rezensenten, der auch nachfolgenden Schriftstellern eine derart `engagierte und entdeckungsfreudige Vermittlerin` wünscht.
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