Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Leni Riefenstahl

Fünf Leben

Cover: Fünf Leben

Taschen Verlag, Köln 2000
ISBN-10 3822860255
ISBN-13 9783822860250
Gebunden, 336 Seiten, 35,76 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Angelika Taschen. Text von Ines Walk. "Fünf Leben" ist das erste Buch, dass die Karriere Leni Riefenstahls in Bildern zeigt. Es enthält ihre berühmtesten Bilder, aber auch viele unveröffentlichte Fotos aus ihrem Privatarchiv. Der Hauptteil des Buchs zeigt Fotografien (ohne Text), die Riefenstahls Karrieren dokumentieren: als Tänzerin, Schauspielerin und Regisseurin.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.10.2000

In einer komplizierten, aber klugen Doppelrezension behandelt Elisabeth Bronfen die beiden Neuerscheinungen über Leni Riefenstahl. Vorweg weist sie auf die Schwierigkeit hin, sich dieser Regisseurin auf angemessene Art zu nähern: "Leni Riefenstahl stellt ein Problem dar, weil man ihre Filmästhetik zwar moralisch wie ästhetisch ablehnen kann, aber dennoch zugeben muss, dass sie damit auch das visuelle Denken unseres Zeitgeistes nachhaltig geprägt hat."
1) Rainer Rother: "Leni Riefenstahl. Die Verführung des Talents"
Laut Bronfen bietet Rother eine kulturwissenschaftliche Einordnung, stellt die Künstlerin in einen historischen Kontext und erkundet sorgfältig ihre persönliche Handschrift in ihren Filme. Seine Darstellung Riefenstahls als einer "Autorin in Auftrag" findet sie überzeugend. Seine Deutung der Künstlerin als Symbolfigur für die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus hält sie allerdings für etwas schwach.
2) Angelika Taschen (Hrsg.): "Leni Riefenstahl. Fünf Leben"
Dieser Bildband setzt nach Bronfen voll und ganz auf die "Macht der Verführung". Charisma der Person, Genauigkeit ihrer filmischen Komposition und Starqualitäten werden in dem Band laut Bronfen gefeiert. Ein Bild allerdings würdigt Bronfen, als eines, das alles über Riefenstahl erklärt. Es ist eine Ausnahme Riefenstahls mit Kamera im Vordergrund, wie sie Hitler und Entourage filmt, die im Hintergrund wie Riefenstahls bloße Objekte erscheinen. Hierzu schreibt Bronfen: "In dieser Fotografie, als sich selbst sich selbst inszenierende Autorin, demontiert Riefenstahl die ideologische Eindeutigkeit mit der gleichen Geste, mit der sie sich auch als deren Gestalterin dokumentiert." Was wir davon halten, ist unsere Sache.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren