Als de Gaulle und Adenauer 1963 in Paris den Elysee-Vertrag unterzeichnen, besiegelt dieses Abkommen das Ende einer langen ?Erbfeindschaft?. Helene Miard-Delacroix zeichnet diese besondere Beziehung im Nachkriegseuropa klar und kenntnisreich nach. Dabei geht sie auch auf gemeinsame wie unterschiedliche Probleme der beiden Länder ein: etwa auf die heftigen Erschütterungen durch 1968, auf den Terrorismus der RAF und der Action Directe oder auf den unterschiedlichen Umgang mit wirtschaftlichen Krisen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.01.2012
Daniel Korsthorst annonciert zwei neue Bände der deutsch-französischen Geschichte, in denen er künftig "unverzichtbare Nachschlagewerke" erkennt. In Band zehn der Edition beleuchten die Historiker Corine Defrance und Ulrich Pfeil die Nachkriegszeit bis 1963, und der Rezensent ist besonders dankbar, dass sie Elyseevertrag von 1963, der die deutsch-französische Beziehungen von Erbfeindschaft in Freundschaft umwandelte, nicht als ein weiteres Mal als "Wunder" preisen, sondern als Ergebnis politischer Entwicklungen und Entscheidungen erklären. Für die Zeit ab 1963 attestiert er der Historikerin Helene Miard-Delacroix, die weitaus weniger spektakulären Ereignisse zu einem "spannenden Kaleidoskop" zu bündeln. Dass beide Bücher keine klassische Meistererzählung präsentieren, sondern Überblick, Tiefenbohrungen und Forschungsdiskussionen bieten, weiß der Rezensent zu schätzen.
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