Ulrich Teusch

Jenny Marx - die rote Baronesse

Cover: Jenny Marx - die rote Baronesse
Rotpunktverlag, Zürich 2011
ISBN 9783858694591
Gebunden, 232 Seiten, 19,50 EUR

Klappentext

Ein Porträt der Frau an der Seite von Karl Marx: Baronesse, sozialistische Vorkämpferin, Mutter, begnadete Briefschreiberin. Wo immer sie auftritt, ist sie von Verehrern umschwärmt. Die junge Baronesse Jenny von Westphalen gilt als "das schönste Mädchen von Trier", als Ballkönigin, charmant, witzig, intelligent. In ihrem Elternhaus wurde ihr eine umfassende Bildung zuteil. Ihre Wahl fiel schließlich auf einen Bürgersohn jüdischer Herkunft: Karl Marx. Dass er ihr fürs Erste kein standesgemäßes Leben würde bieten können, ist Jenny klar. Was sie dann erlebt, übertrifft wohl selbst ihre schlimmsten Befürchtungen: lebenslanges Exil, materielle Not, Krankheiten, politische Enttäuschungen. Mehrere ihrer Kinder und Enkelkinder sterben früh, was weder Jenny noch Karl je verwinden können.
Doch unterkriegen lässt sich Jenny Marx nicht. Immer wieder gelingt es ihr, sich von den Schlägen zu erholen. In der sozialistischen Bewegung ihrer Zeit spielt sie eine aktive Rolle. Und ohne Jenny hätte Karl Marx niemals der sein können, der er war, lautet das Urteil ihrer jüngsten Tochter Eleanor. Über ihr Leben hat sich Jenny Marx (1814-1881) immer wieder in Briefen an vertraute Menschen ausgesprochen. Diese Texte zählen zum Schönsten, was die Briefliteratur des 19. Jahrhunderts zu bieten hat. Aus ihnen formt sich das Bild einer der außergewöhnlichsten Frauengestalten ihrer Zeit.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 26.11.2011

Angetan zeigt sich Rezensentin Tania Martini von Ulrich Teuschs kurzer Biografie der Jenny Marx. Martini attestiert dem Politikwissenschaftler, ein überzeugendes, faires Bild der Ehefrau von Marx zu zeichnen, ohne diese zu heroisieren oder Brüche und Unstimmigkeiten zu verschweigen. Vor allem wird macht der Autor für sie deutlich, wie sehr Jenny Marx ihren Mann in seiner Arbeit unterstützte, wie sehr sie auch Teil der sozialdemokratischen und sozialistischen Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts war und selber politisch dachte. Auch die an Dramen reiche Ehe der beiden und der Verlust dreier Kinder kommt bei Teusch zur Sprache. Martinis Fazit: ein gut lesbares, "schönes Porträt".

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