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Klappentext
Aus dem Polnischen übersetzt von Monika Cagliesi-Zenkteler. Als Halina Poswiatowska 1967 im Alter von 32 Jahren stirbt, hinterläßt sie neben einem reichen lyrischen Werk diesen einzigen Roman, der zugleich ihre eigene Autobiografie ist: Er erzählt von einer hochbegabten jungen Frau, die seit ihrer Kindheit im Zweiten Weltkrieg unheilbar herzkrank ist - und um so intensiver lebt und liebt, um so sensibler wahrnimmt und um so schöner schreibt, je näher sie die Bedrohung durch Krankheit und Tod spürt. Ihre Gedichte und ihre Prosa sind geballte Lebenslust und reine Poesie. Freunde, polnische Intellektuelle und Künstler, emigrierte Polen und Gönner im Ausland, ermöglichen ihr eine Reise nach Amerika, denn in der Neuen Welt, so hofft sie, kann die spektakuläre Operation am offenen Herzen durchgeführt werden, die ihr Leben retten wird...
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.10.2000
Diese offensichtlich ganz und gar autobiografische Erzählung als Roman zu deklarieren, meint Monika Maron, entzieht dem Buch einen Teil seiner Legitimation. Denn dieser `Bericht über Todesangst und Lebenssehnsucht` sei keine Fiktion, sondern `detailgenaue Wahrheitssuche` der früh verstorbenen polnischen Dichterin. Die polnische Originalausgabe hat, so Maron, denn auch auf diese Genrebezeichnung verzichtet. Wie eine mütterliche Mentorin bespricht die Maron dann den Text. Worte wie `jungmädchenhaft`, `sentimental`, `fehlende Lebenserfahrung` fallen. Aber Halina Poswiatowska hat Monika Maron trotzdem beeindruckt. `Vielleicht`, relativiert sie nämlich ihren Verweis in die Ecke der Jungmädchenprosa, `drängt sich zuweilen auch die Lyrikerin störend vor die Erzählerin`. Denn die Poswiatowska sei in Polen hauptsächlich als Lyrikerin berühmt, doch das lyrische Werk sei leider nicht übersetzt. Ein geplanter Gedichtband, der diesen Herbst erscheinen sollte, kam nicht zustande, weil die Übersetzung nicht vertragsgemäß geliefert worden sei. Die Übersetzung der `Erzählung für einen Freund` gehört, findet Monika Maron, zu den verlegerischen Sünden an diesem Text. Er verstärke seine Schwächen, stakse in einer `schüleraufsatzhaften` Sprache und verändere Wortbedeutungen `unstatthaft`.
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