Didier Daeninckx

Tod auf Bewährung

Roman
Cover: Tod auf Bewährung
Liebeskind Verlagsbuchhandlung, München 2011
ISBN 9783935890830
Gebunden, 265 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Stefan Linster. Paris, 1920. Privatdetektiv Rene Griffon ist gut im Geschäft, dafür hat der Krieg gesorgt. Überall im Land sind die Sanatorien voll mit Frontsoldaten, die nicht einmal mehr ihren eigenen Namen wissen, während es in Paris unzählige Frauen gibt, deren Männer als vermisst gelten. Und diese Frauen geben alles dafür, den erstbesten Kriegsversehrten, dem im Schützengraben die Sicherung durchgebrannt ist, als Ehemann zu identifizieren, um sogleich die Scheidung einreichen zu können. Eigentlich eine sichere Einnahmequelle. Doch dann begibt sich Griffon auf vermintes Terrain. Oberst Fantan de Larsaudiere, hochdekorierter Kriegsheld der französischen Armee, wird von Unbekannten erpresst. Leider ist Madame de Larsaudiere ein gern gesehener Gast in den zwielichtigen Etablissements von Pigalle. Griffon nimmt die Ermittlungen auf und stößt schnell auf eine heiße Spur. Doch dann wird er überraschend von seinem Auftrag entbunden.

Im Perlentaucher: Luxus und Kunst für jedermann

Daeninckx lotet nicht nur den militärisch-moralischen Sumpf sehr genau aus, er schafft es auch, den Stadtplan von Paris erheblich zu erweitern. Immer wieder schickt er Griffon in seiner stets polierten Packard-Limousine durch die Außenbezirke von Paris, durch den Roten Gürtel, durch Bobigny, Drancy und Gagny... Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 04.08.2011

Der französische Krimiautor Didier Daeninckx ist hierzulande noch zu entdecken. Zwar wurden schon einige Roman von ihm übersetzt, aber so richtig bekannt ist er damit in Deutschland nicht geworden, erzählt Rezensent Tobias Gohlis. Die Hauptrolle in diesem Krimi spielt ein Ex-Infanterist, Rene Griffon, der 1920 in Paris als Privatdetektiv arbeitet. Eines Tages wird er von einem Colonel beauftragt, einen Erpresser ausfindig zu machen. Soweit die Geschichte. Im Hintergrund immer wieder verwundete, traumatisierte Soldaten des Ersten Weltkriegs. Gohlis lobt besonders die Fähigkeit des Autors, seine Fiktion mit wenig bekannten realen Begebenheiten zu vermischen: So erzähle Daeninckxs detailliert die Geschichte eines Massaker an russischen Soldaten 1917 in Courtine. Obwohl Gohlis wie immer kenntnisreich rezensiert, sollte man seine Kritik diesmal erst nach Lektüre des Buchs lesen: Er verrät den Schluss.
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