Ernst Toller, deutscher Jude, Kriegsfreiwilliger des Ersten Weltkriegs, Revolutionär der Münchner Räterepublik und expressionistischer Schriftsteller, veröffentlichte mit diesem 1933 im Exilverlag Querido erschienenen Buch seine Lebensgeschichte. Seine Schilderung der Kriegszeit, der Revolutionswirren und seiner Festungshaft zeigt das Erstarken des Nationalsozialismus und die Wurzeln der Probleme, an denen die Weimarer Republik am Ende scheiterte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2011
Walter Hinck holt weit aus, um uns die Bedeutung dieser sorgfältigen Neuausgabe von Ernst Tollers Jugendbiografie durch Wolfgang Frühwald vor Augen zu führen. Das Buch hält er für eines der ehrlichsten, dichterisch kraftvollsten des Autors. Frühwalds Bemühungen, deutlich im Kommentar wie auch im Personenverzeichnis des Bandes, lobt er ausdrücklich als sachlich, umfassend und zeitgeschichtlich höchst aufschlussreich. Solchermaßen vorbereitet erkennt der Rezensent in Tollers Beschreibungen nicht nur das Chaos der Räterepublik, sondern auch, dass einer wie er, ein Friedens- und Gerechtigkeitsutopist in ihr und im folgenden Exil zerrieben werden musste. Für Hinck wird der Band zur Fallstudie.
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